Naturschutzverbände gehen auf Feldhamstersuche

Die Bauern lassen die Äcker extra noch eine Weile stehen - gegen Cash.

Die Ökologische NABU-Station Aller/Oker (ÖNSA) und die NAJU Schöppenstedt auf Hamstersuche.
Die Ökologische NABU-Station Aller/Oker (ÖNSA) und die NAJU Schöppenstedt auf Hamstersuche. Foto: Privat

Schöppenstedt. Ende September sind Mitglieder von zwei Naturschutzverbänden gemeinsam auf die Suche nach den letzten Feldhamstern im Landkreis Wolfenbüttel gegangen. Die NABU-Station Aller/Oker (ÖNSA) habe tatkräftige Unterstützung von sieben Kindern der Naturschutzjugend (NAJU), Ortsgruppe Schöppenstedt bekommen, wie die NABU-Station am heutigen Freitag mitteilte.


Gemeinsam mit ihren Eltern und Gruppenleiterin Gaby Darley hätten sie ein Getreidefeld nach Hamsterlöchern abgesucht. In engen Reihen maschierten sie über den Acker und hielten Ausschau nach den mindestens 6 Zentimeter großen Löchern. Selbst zwei kurze Regenschauer hielten sie nicht davon ab, die Spuren der Hamster zu finden. "Leider haben wir heute keine Hamsterlöcher gefunden. Die Kinder waren aber trotzdem sehr begeistert und wollen auch im nächsten Jahr gerne wieder mithelfen", sagte Gaby Darley.

Bauern bekommen Entschädigung


Die Feldhamsterbestände sind nach Angaben des NABU weltweit um 98 Prozent zurückgegangen. In der Braunschweiger Börde kommen noch einige wenige Restpopulationen vor. Um sie vor dem Aussterben zu bewahren, müsse man zunächst wissen, wo die Hamster überhaupt vorkommen, so die Organisation. Der Landkreis Wolfenbüttel bietet dann - wie auch andere Landkreise mit Hamstervorkommen - ein spezielles "Feldhamsterschutzprogramm" an. Bauern, die beispielsweise eine hohen Ährenschnitt durchführen und die Stoppeln bis Anfang Oktober stehen lassen, bekommen unbürokratisch einen finanziellen Ausgleich.


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