Neue Kooperationen: Stadtwerke setzen auf regional erzeugten Strom

Die Stadtwerke sind künftig alleiniger Abnehmer eines niedersächsischen Windparks. Außerdem fließt ab 2027 Solarstrom aus dem Landkreis ins hiesige Netz.

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Symbolbild | Foto: pixabay

Wolfenbüttel. Die Stadtwerke Wolfenbüttel basteln weiter an einem rein in Niedersachsen und in der Region produzierten Strom-Mix. Jetzt hat das Unternehmen aus der Lessingstadt mit dem in Düsseldorf ansässigen und global agierenden Energieunternehmen Uniper einen Stromliefervertrag für Strom aus Onshore-Windkraftanlagen abgeschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung von Uniper hervor. Demnach sei vereinbart worden, dass die Stadtwerke 100 Prozent der Stromerzeugung aus einem niedersächsischen Windpark mit insgesamt sechs Turbinen erhalten.



Die Stadtwerke hätten bereits in Sachen Gasversorgung mit Uniper kooperiert – die beiden Unternehmen erweitern die Zusammenarbeit jetzt im Stromgeschäft. Der Windpark erhalte eine neue Funktion im Portfolio der Stadtwerke – das schaffe wirtschaftlich attraktive Konditionen, heißt es in der Uniper-Pressemitteilung.

Windpark deckt 15 Prozent des Kundenstroms


Der neue Stromliefervertrag umfasse eine jährliche Liefermenge von rund 9 Gigawattstunden (GWh) Windstrom und deckt damit etwa 15 Prozent des Produktkunden-Portfolios der Stadtwerke Wolfenbüttel. Die Lieferung habe bereits Anfang des Jahres begonnen.

"Für uns als kommunaler Anbieter ist eine nachhaltige Versorgung ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Die Zusammenarbeit unterstreicht unsere Funktion als verlässlicher Energielieferant, indem wir unseren Kunden CO2-neutralen Strom anbieten und unsere Positionierung im Sinne der Nachhaltigkeit noch weiter stärken", wird Vera Steiner, kaufmännische Geschäftsführerin und Sprecherin bei Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH, in der Uniper-Pressemitteilung zitiert.

Der Stromliefervertrag – oder auf Englisch: Power-Purchase-Agreement (PPA) – sei als Pay‑as‑Forecasted‑PPA vereinbart. Dabei erfolge die Abrechnung auf Basis der prognostizierten Produktion, was weniger Risiko und mehr Planbarkeit mit sich bringe. Laut Uniper-Pressemitteilung garantieren PPAs die Stromversorgung mit erneuerbarer Energie, schützen vor Preisschwankungen, fördern Innovationen und tragen dazu bei, CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.

Strom aus Niedersachsen


Die Stadtwerke Wolfenbüttel werben offensiv damit, dass ihr gesamter Strom regional in Niedersachsen produziert wird. Erst kürzlich hatte das Unternehmen einen Vertrag mit dem geplanten Solarpark in Kissenbrück unterzeichnet. Dieser soll ab 2027 rund 17 Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr liefern. "Damit erhöhen wir den Anteil regional erzeugter Energie deutlich und machen für unsere Kundinnen und Kunden transparent, woher ihr Strom kommt“, sagte Vera Steiner im März bei der Vertragsunterzeichnung.

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