Neue Laborkläranlage an der Ostfalia in Betrieb genommen


Die Laborkläranlage in voller Größe. Foto: Frances Köhler, Ostfalia
Die Laborkläranlage in voller Größe. Foto: Frances Köhler, Ostfalia

Wolfenbüttel. Nach mehrmonatiger Planung und Aufbau wurde an der Ostfalia Hochschule am Campus Wolfenbüttel erstmals eine neue abwassertechnische Laborkläranlage im Labor für Wasser- und Abwassertechnik der Fakultät Versorgungstechnik in Betrieb genommen. Es handelt sich verfahrenstechnisch um eine realistische Nachbildung einer typischen kommunalen biologischen Abwasserreinigungsanlage mit Kohlenstoffentfernung, Nitrifikation und Denitrifikation. Dies teilt die Ostfalia in einer Pressemitteilung mit.


„Nur von der Größenklasse her natürlich kleiner“, sagt Laborleiter Prof. Dr. Stefan Grube und betont: „Das Besondere an unserer Laborkläranlage ist, dass sie vollständig automatisiert ist und aus diesem Grund nur wenig Wartungsaufwand aufweist. Die Laborkläranlage verfügt über ein SCADA-System (Supervisory Control And Data Acquisition) und ein ethernetbasiertes Feldbussystem, wie es beispielsweise auch in großtechnischen Anlagen zum Einsatz kommt.“ Grube und sein Team mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern Maike Dettmer und Frank Hoffmann haben nun die Möglichkeit, Sauerstoff, Trockensubstanzgehalt, pH-Wert sowie Ammonium- und Nitratstickstoff mittels der neuesten Messtechnik kontinuierlich zu messen und dem SCADA-System zur Datenverarbeitung und Anlagensteuerung zur Verfügung zu stellen.

Die Laborkläranlage werde zukünftig in den Fächern „Biologie des Abwassers“ sowie „Kläranlagentechnik“ der Studiengänge „Wirtschaftsingenieurwesen, Schwerpunkt Umwelt“ und „Bio- und Umwelttechnik“ eingesetzt. Anhand der realistischen Nachbildung des biologischen Abwasserreinigungsprozesses könnten Studierende der Ostfalia die theoretischen Lerninhalte der Vorlesung nun auch praktisch nachvollziehen. In den vorlesungsfreien Zeiten könne die Laborkläranlage für die Durchführung von Bachelor- und Masterarbeiten genutzt werden.