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Ostsee-Krimi: Wolfenbütteler liefert Fotos vom Todes-U-Boot



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Ostsee-Krimi: Wolfenbütteler liefert Fotos vom Todes-U-Boot

von Nick Wenkel


Im regionalHeute.de-Interview schildern Ekkehard und Barbara Senf, wie es zu den Aufnahmen kam. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass es die letzten Fotos vor dem Tod der Journalistin sind. Video/Foto: Nick Wenkel/Anja Olsen

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Kopenhagen/Wolfenbüttel. Ekkehard Senf verbrachte mit seiner Frau Barbara erholsame Tage im Zuge einer Kreuzfahrt auf der AIDAbella. Vor der Küste Kopenhagens beobachtete der 69-jährige Rentner während des Sonnenuntergangs den Aufstieg eines U-Bootes. Es war die UC3-Nautilus - das Boot, auf dem die schwedische Journalisten Kim Wall brutal ums Leben kam.



Zum Zeitpunkt der Aufnahmen wusste Ekkehard Senf noch nicht, dass das abgelichtete U-Boot in den darauffolgenden Tagen für einen wahren Ostsee-Krimi sorgen wird. Die Leiche der schwedischenJournalistin Kim Wall wurde nur wenige Tagenach den Aufnahmen an die Kopenhagener Küste gespült - enthauptet und mit einem Metall-Stück im Rücken. Der Kapitän, Peter Madsen, sitzt mittlerweile in U-Haft. Madsen, einer der berühmtesten Tüftler Dänemarks, steht nun unter Mordverdacht.

Das war auf den Fotos zu sehen


Ekkehard Senf zeigte regionalHeute.de die Sensations-Bilder. Darauf zu sehen: Die UC3-Nautilus samt Schriftzug. Auf einem anderen Bild sind sogar zwei Personen auf dem Aussichtsturm abgebildet: Kapitän Peter Madsen und die Journalistin Kim Wall, erkennbar an ihrer roten Jacke. Warum sie kurze Zeit später ihr Leben lassen musste, ist bis dato ungewiss.



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Ekkehard Senf zeigte regionalHeute.de die Aufnahmen. Aus rechtlichen Gründen werden diese jedoch hier nicht gezeigt. Foto: Archiv


Mögliches Beweismaterial geht an Ämter


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Peter Madsen (links) mit einem Fahrgast. Foto:




Familie Senf schickte ihre Aufnahmen umgehend an die Polizei Wolfenbüttel, mit dem Hinweis, diese an die zuständigen Behörden weiterzugeben. Wie Polizeisprecher Frank Oppermann gegenüber regionalHeute.de erklärte, sei dies bereits geschehen.

Für die Beamten in Wolfenbüttel ist der Fall damit abgeschlossen und liegt nun in Händen des Landeskriminalamtes, das wiederum das mögliche Beweismaterial an das Bundeskriminalamt weiterleitet. Durchaus möglich wäre, dass Ekkehard und Barbara Senf sich demnächst noch einmal den auf den Weg nach Kopenhagen machen - dieses Mal dann aber als potenzielle und nicht ganz freiwillige Zeugen.

Auch auf ihrer nächsten Kreuzfahrt wird das Ehepaarsicher wieder mit der Kamera unterwegs sein. Ekkehard Senf sei ohnehin ständig am Knipsen, sagt Gattin Barbara Senf. Dass diese Aufnahmen entstanden, sei völliger Zufall gewesen. Niemand konnte ahnen, dass sich dieses kleine U-Boot in den nächsten Stunden wohlmöglich zum Tatort entwickelte. Diese Kreuzfahrt wird Familie Senf wohl so schnell nicht vergessen.

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Ekkehard und Barbara Senf machten auf ihrer Kreuzfahrt die einmaligen Aufnahmen. Foto: Privat


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