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„Partnerschaft für Demokratie“ - Zwölf Projekte umgesetzt

von Anke Donner




Landkreis und Freiwilligenagentur fördern Vielfalt und Beteiligung mit dem Projekt "Partnerschaft für Demokratie". Fotos: Ding


Landkreis und Freiwilligenagentur fördern Vielfalt und Beteiligung mit dem Projekt "Partnerschaft für Demokratie". Fotos: Ding Foto: Ding

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17.12.2016

Landkreis. Zwölf Projekte wurden im Laufe des Jahres im Rahmen des Bundesprogramms „Partnerschaft für Demokratie“ gefördert. Der Landkreis als Federführendes Amt und die Freiwilligenagentur als Koordinierungs- und Fachstelle haben dieses Programm gemeinsam aufgebaut.


Das Ziel ist es, Akteure vor Ort bei ihren Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit zu unterstützen. Zusätzlich wird die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gefördert und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung lokaler und regionaler Bündnisse beigetragen. Am Montag sind zahlreiche Träger dieser Projekte einer Einladung zur Pressekonferenz ins Bildungszentrum Wolfenbüttel gefolgt. Sie wurden von Heide Gebhardt und Jacqueline Knaubert-Lang vom Landkreis sowie von Astrid Hunke und Falk Hensel von der Freiwilligenagentur, begrüßt und haben ihre Aktivitäten vorgestellt.

Unter den Projekten sind Sportangebote wie die Tanzveranstaltung „Let´s Rock 4 Demokratie“ mit Tänzerinnen und Tänzern aus ganz Niedersachsen, die Michael Fehst vom Verein „Inspired by Dance“ durchgeführt hatte. Weiterhin gab es einen Aktionstag des Boxclub BAC unter dem Titel: „Als Partner - Für Demokratie kämpfen“, bei dem auch Gäste im Ring an einem Boxtraining teilnehmen konnten. Unter den aktiven Boxern im Verein sind bis zu 20 Zugewanderte. Jürgen Hartmann und sein Team der Fahrradinitiative „Veloworx“ boten eine mobile Fahrradwerkstatt an, die in Wolfenbütteler Einrichtungen sowie in Cremlingen umgesetzt wurde. Hier unterstützen Geflüchtete beim Reparieren von Fahrrädern.

Viele Partner bewirken viel


Harald Seiler hat in Hornburg ein „Buntes Sofa“ errichtet. Dies ist ein Treffpunkt für selbstgestaltetes Lernen mit Geflüchteten. Dazu möchte er gern noch mehr junge Einheimische gewinnen, die sich beteiligen möchten. Bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier konnten sie feststellen „wieviel Spaß muslimische Erwachsene am Weihnachtsmann haben können“, wie Unterstützerin Marion Tsombardi berichtet. Im kommenden Jahr soll ein Fitnesskeller errichtet werden – hier könnte sich der BAC beteiligen. Das Aha-Erlebnismuseum konnte am Weltkindertag mit Kindern und Jugendlichen aus vielen Nationen mehr als 300 Gäste begrüßen, wie Museumsleiterin Annette Goslar berichtete.

Die Übungsleiter Besnik Salihi und Kreshnik Keqa haben eine internationale Streetdance-Crew gebildet: „Break Unit“ zeigt seine akrobatischen Bewegungen für Demokratie. Derzeit sind sie dabei einen interreligiösen Kalender zu entwerfen. Dieser zeigt für das nächste Jahr die christlichen, jüdischen, muslimischen sowie die gesetzlichen Feiertage und Schulferien an.

Die Seniorenreaktion Wolfenbüttel begleitet die Projekte indem sie Veranstaltungen und Aktionen filmt und diese auf TV 38 und Onlineportalen wie Vimeo in der Öffentlichkeit vorstellt. Weitere geförderte Projekte waren: Bündnis gegen Rechtsextremismus: Gedenkfeier zur Pogromnacht am 9. November (vorgestellt von Sabine Resch-Hoppstock). Das Stadtteilnetzwerk Nord Ost mit einem interkulturellen Lichterfest. Der AWO Ortsverein Wolfenbüttel zur Entstehung und Durchführung demokratischen Handelns, das Jugendparlament mit einem Beteiligungsprojekt Peer-Education sowie der Stadtjugendring als Projektleitung zu Jugendarbeiten, die z.B. einen Ferienkalender erstellt haben. Die Partnerschaft für Demokratie ist entstanden im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit.“ Gefördert wird „Demokratie Leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 2016 standen 25 000 Euro für die Projekte zur Verfügung. Für das kommende Jahr sind 50 000 Euro beantragt.


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