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Salzgitter: Polizei warnt von Betrügern an der Haustür



Polizei warnt von Betrügern an der Haustür

Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei noch einmal eindringlich vor den Maschen der Betrüger.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Die Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel möchte aktuelle Fälle zum Anlass nehmen und noch einmal vor Betrügern an Haustüren warnen. Die beamten geben Tipps, wie man sich vor den Tätern schützen kann und nicht zum Opfer fieser Betrügereien wird.



Wie die Polizei in diesem Zusammenhang berichtet, erbeutete ein angeblicher Trödelhändler am gestrigen Mittwoch Schmuck von einem älteren Ehepaar. Der Mann hatte sich als ein Trödelhändler vorgestellt und unter diesem falschen Vorwand einen Zutritt in das Haus verschafft. Durch eine die Geschädigten verwirrende Art und Weise konnte der Mann Schmuckstücke entwenden und hierbei einen Schaden von mindestens 1.000 Euro verursachen.

Der Täter wird wie folgt beschrieben: Etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß, zirka 45 Jahre alt, kräftige untersetzte Statur, Drei-Tage-Bart. Er trug ein dunkelfarbenes Cap, eine gesteppte Jacke in blau, ein dunkelbeige Arbeitshose - an den Knien und Taschen mit schwarzem Stoff versehen.



Sollte ihnen eine solche Person aufgefallen sein oder sind sie auch geschädigt worden, werden sie gebeten, sich mit den Beamten der Polizei Salzgitter unter der Telefonnummer 05341/1897-0 in Verbindung zu setzen.


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Täter gehen sehr trickreich vor



Betrüger haben meist das Ziel, sich unter einem Vorwand einen Zutritt in ihre Räume zu verschaffen, um dort nach Wertsachen zu suchen, die sie im späteren Tatverlauf erbeuten können. Die Täter geben sich oft als Handwerker (z.B. Stadtwerker, Trödelhändler), Hilfsbedürftige, aber auch als Amtspersonen aus (z.B. Polizeibeamter). Täter nutzen unterschiedliche Rollen, um ihre Opfer zu beeindrucken. Gezielt werden ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger als Opfer ausgewählt.

Nachdem die Täter sich unter dem genannten Vorwand einen Zutritt verschafft haben, lenke sie ihre Opfer ab. Diese werden dann exemplarisch aufgefordert, den Wasserhahn für eine Prüfung laufen zu lassen, ein Glas Wasser für die Betrüger bereitzustellen, etwas zum Schreiben zu besorgen oder einfach die Toilette benutzen zu dürfen. Ist das Opfer einmal mit der Aufgabe betraut, wird durch den Betrüger in vielen Fällen ein zweiter Täter in die Wohnung gelassen, der im Tatverlauf gezielt nach Wertsachen suchen kann.

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Tipps der Polizei


Die Polizei gibt an dieser Stelle wertvolle Tipps, damit niemand Opfer einer solchen Betrugsmasche werden. Dazu sollte folgendes beherzigt werden.
• Schauen sie sich die Besucher sehr genau an, wenn an ihrer Haustür geklingelt wird. Beobachten sie diese Person durch ihren Türspion oder ein Fenster und öffnen sie die Tür nur mit einer vorgelegten Sperrkette.
• Lassen sie niemals Fremde in ihre Wohnung eintreten, die ohne einen von ihnen erteilten Auftrag erscheinen. Suchen sie sich Vertrauenspersonen, die bei einer Notwendigkeit mit zugegen sind.
• Verabreden sie sich mit Nachbarn und treffen Vereinbarungen, wenn es zu einem solchen Fall kommt, um eine gegenseitige Unterstützung zu gewährleisten.
• Amtspersonen müssen sich immer mit einem Dienstausweis legitimieren. Rufen sie bei einer Notwendigkeit immer ihre Polizei an, um sich die Rechtmäßigkeit des Besuches der Amtsperson schildern zu lassen.
• Die Polizei, die Banken und andere Institutionen schicken niemals Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihnen nach Hause, um ihr Geld zu prüfen oder den Aufbewahrungsort von Wertgegenständen zu kontrollieren.
• Leisten sie gegenüber Fremden keine Unterschriften oder nehmen auch keine Lieferungen gegen Zahlungen entgegen.

Die Polizei möchte sie einfach sensibilisieren und deutlich machen, dass ein Einfallsreichtum der Betrüger groß und vielfältig ist. Suchen und holen sie sich immer Rat und Hilfe. Wir als Polizei sind für sie immer erreichbar und geben ihnen Tipps und Ratschläge, um nicht Opfer einer Straftat zu werden.


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