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Tag des offenen Denkmals 2019 - Es gibt viel zu sehen


Die originalgetreu ausgestattete Gründerzeitvilla Seeliger öffnet ihre Türen für Besucher - nur eines der Highlights beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals. Foto: Stadt Wolfenbüttel

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21.08.2019

Wolfenbüttel. Am Sonntag, den 8. September öffnen in ganz Deutschland tausende historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten ihre Türen. In Wolfenbüttel kann, wie Wolfenbüttels Denkmalpflegerin Saskia Hilski verrät, an vier Stellen unter dem diesjährigen Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ hinter die Kulissen geblickt werden. Dies kündigte die Stadt Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung an.


Die Heimatstube Ahlum, ehemalige Maschinenhalle „Am Osterberg“, Wolfenbütteler Straße 1 in Ahlum, hat von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen gibt es nach Bedarf durch Vertreter des Freundeskreises. Vor Ort werden Kaffee, ofenfrischer selbstgemachter Zuckerkuchen aus der musealen unverwüstlichen Knetteigmaschine im Steinbackofen gebacken angeboten. In der ehemaligen Lohndrescherei, aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert, die noch mit handgeformten Ziegeln aus der Ahlumer Ziegelei errichtet wurde, befindet sich seit 2007 eine Heimatstube. Dort sind Exponate zur Geschichte Ahlums, Dinge des Alltags, beispielsweise landwirtschaftliche -, haushalts- und handwerkliche Geräte liebevoll zusammengetragen ausgestellt. Dieses Jahr zeigt die Heimatstube die kürzlich dazugekommene Sammlung von Frisierutensilien des Friseurmeisters Brandes aus Wolfenbüttel. Ein besonderes Highlight um 15 Uhr wird ein Haareschneide-Show stattfinden.

Windmühle am Bungenstedter Turm - ein einzigartiger Zeitzeuge


Auch die Windmühle am Bungenstedter Turm bei Halchter ist dabei und öffnet von 10 bis 16 Uhr. Führungen nach Bedarf gibt es durch Mitglieder des Förderkreises zur Erhaltung der Windmühle am Bugenstedter Turm. Die 1880 als Erdholländer erbaute Mühle wird seit 1983 von vielen fleißigen Händen instand gesetzt, betrieben und erhalten. Die Windmühle stellt aufgrund ihrer Bau- und Arbeitsweise ein in unserer Region einzigartiges Zeugnis für den Übergang von handwerklicher zu industrieller Technik dar und ist die Einzige dieser Bauart im heutigen Kreisgebiet


Die Windmühle am Bungenstedter Turm ist ein einzigartiges Zeugnis für den Übergang von handwerklicher zu industrieller Technik. Foto:



Ebenfalls dabei ist das „Kleine Schloss“, Schlossplatz 14. Das sogenannte Bevernsches Schloss ist ein Barockbauwerk in unmittelbarer Nähe zum Schloss. Die Errichtung des Gebäudes datiert auf das Jahr 1643. Über die Jahrhunderte wurde es mehrfach ergänzt, umgebaut und wieder verkleinert. Der heute noch vorhandene zweigeschossige Fachwerkbau geht auf das Jahr 1730 zurück und bildete ursprünglich den Westflügel des Bevernschen Schlosses. Seine heutige Gestalt erhielt es im Wesentlichen um 1830. Führungen werden um 11, 13 und 15 Uhr durch Ferdinand Ritscher angeboten.

Villa Seeliger - die einzig vollständig erhaltene Villa aus der Gründerzeit


Das vierte Objekt, das seine Türen öffnet (11 bis 17 Uhr), ist die Villa Seeliger im Seeliger Park. Führungen gibt es zu jeder vollen Stunde, die letzte Führung beginnt um 16 Uhr, die Villa kann nur im Rahmen eine Führung besichtigt werden. Auf der Terrasse des Wintergartens können Kaffee und Kuchen erworben werden. Die Villa ist ein Neurenaissancebau der Gründerzeit 1898/99, für den Bauherren Louis Seeliger vom Architekten Constantin Uhde auf der ehemaligen Bastion Lindenberg im Seeliger Park errichtet. Einzige noch vollständig erhaltene Villa, einschließlich wandfester Einbauten und große Teile der Erstmöblierung. Die Sanierung erfolgte 2012 für die Landesmusikakademie.

Der Tag des offenen Denkmals, bundesweit koordiniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalsschutz, ist Deutschlands größte Kulturveranstaltung und lädt Besucher ein, einen Tag lang das kulturelle Erbe zu erleben.


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