Tagung mit öffentlichen Vorträgen: Lessing und das Judentum


Das Lessinghaus. Foto: Archiv/Sina Rühland
Das Lessinghaus. Foto: Archiv/Sina Rühland Foto: Sina Rühland

Wolfenbüttel. Vom 9. bis 11. März findet im Lessinghaus die internationale und interdisziplinäre Tagung „Lessing und das Judentum. Lektüren, Dialoge, Kontroversen im 20. und 21. Jahrhundert“ statt. In diesem Rahmen finden auch zwei öffentliche Abendvorträge statt.


Die Tagung thematisiert die vermutlich vielfältigste und aufregendste Phase der Auseinandersetzungen mit Lessing und dem Judentum.

Barbara Hahn (Vanderbilt) wird im Rahmen der Tagung am Donnerstag, 9. März, um 18.30 Uhr einen öffentlichen Abendvortrag mit dem Titel „Jeder sage, was ihm Wahrheit dünkt. Hannah Arendts Gedanken zu Lessing“ im Gartensaal im Lessinghaus halten.

Mit einem zweiten Abendvortrag folgt am Freitag, 10. März, Jakob Hessing (Jerusalem) über „Lessing und Freud. Eine Lektüre der Ringparabel“ um 19 Uhr in der Augusteerhalle der Bibliotheca Augusta. Lessings Ringparabel scheint eine Erziehung des Menschengeschlechts zu versprechen, die dann aber nicht eingetreten ist. Seither dient der berühmte Text nur allzu oft als das Feigenblatt einer deutsch-jüdischen Kulturgeschichte, die es nie gegeben hat, und hier wird er mit den Augen Sigmund Freuds gelesen: in einer Hermeneutik des Verdachts.

Der Eintritt zu beiden Vortragsveranstaltungen ist frei.

Die Veranstaltung ist die letzte dreier Tagungen zur Lessing-Rezeption. Insofern werden hier intensive und lebhafte Diskussionen fortgesetzt, die im Rathaus Kamenz (Februar 2011) und im Jüdischen Museum Franken in Fürth (November 2012) mit Arbeitsgesprächen zum 18. und 19. Jahrhundert erfolgreich begonnen hatten. Veranstalter der Tagung, die von Dirk Niefanger (Erlangen) und Gunnar Och (Erlangen) zusammen mit Birka Siwczyk (Kamenz) und Cord-Friedrich Berghahn (Braunschweig) organisiert und geleitet wird, sind die Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, die Lessing-Akademie Wolfenbüttel und die Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption, Kamenz. Sie wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Land Niedersachsen, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Freistaat Sachsen und der Curt Mast Jägermeister Stiftung.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.hab.de und telefonisch unter 05331/808-214

Das Museum im Lessinghaus ist am 9. Und 10. März ganztägig, am 11. März bis 14 Uhr geschlossen.


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