Wolfenbüttel. Der Verein Technisches Innovationszentrum Wolfenbüttel (tiw) hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Bei der Jahresversammlung trugen Vorstand Markus Hering und Wirtschaftsprüfer Jens Düe die aktuellen Zahlen vor. "Das Jahr 2012 ist super gelaufen", sagte Düe, "aber einige Großbaustellen liegen noch vor uns."
Zwar betrage die Mietauslastung derzeit 95 Prozent, sagte Hering. Doch der Auszug der Arge aus dem Technologiegebäude 2 zu Ende 2012 habe den Verein schwer getroffen. "Damit sind 20 Prozent unserer Erlöse weggefallen." Seit vielen Monaten arbeite das tiw daran, einen Nachmieter zu finden. "Wir sind jetzt auf einem guten Weg", versicherte Carola Kehl als Leiterin des Geschäfts. Auch Bürgermeister Thomas Pink berichtete, er habe aus dem Wirtschaftsministerium in Hannover positive Signale empfangen: "Die Freigabe der Vermietung an die Asse GmbH steht demnach unmittelbar bevor."
Weitere Kosten kündigen sich nach Aussage von Carola Kehl aufgrund des maroden und ungeordneten Abwasserkanals an. "Das kostet für alle Anlieger zusammen rund 430 000 Euro", so die Schätzungen des Ingenieurbüros. Und es geht noch weiter: Der Verein leide unter den erheblichen Rückstellungen, die er wegen des mangelhaften Brandschutzes auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne bilden müsse, schilderte Düe. Gleichwohl erwirtschaftete das tiw im Haushaltsjahr 2012 ein positives Ergebnis.
Die Mitglieder votierten einstimmig dafür, diesen Gewinn mit dem Verlust des Vorjahres zu verrechnen und den Rest in die Rücklage zu geben. Ebenso einstimmig entlasteten sie den Vorstand, zu dem es diesmal keine Neuwahlen gab. Er besteht weiterhin aus dem Vorsitzenden Markus Hering sowie Paul-Werner Huppert und Wolf-Rüdiger Umbach. Reza Asghari schied kürzlich auf eigenen Wunsch aus. Als kooptierter Vorstand fungiert Bürgermeister Thomas Pink.
Verabschiedet wurde auch der Haushaltsplan 2013 - mit der Fassadensanierung am AE 10, sobald die Asse GmbH tatsächlich mietet. "Wir sollten langsam auch an der östlichen Seite des Exers mit einem Gebäude in die Moderne aufbrechen", betonte Umbach. "Das wäre ein wichtiges Signal, dass wir den gesamten Exer im Blick haben."