Wolfenbüttel. Der diesjährige Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag wurde in Börßum in der frisch renovierten Friedhofskapelle begangen. Unter musikalischer Begleitung von Kantor Heuer an der Orgel und dem Posaunenchor Achim-Börßum-Hornburg unter der Leitung von Wilfried Reimer gedachten die Gottesdienstbesucher der im vergangenen Kirchenjahr Verstorbenen, für die jeweils eine Kerze entzündet wurde.
In seiner Predigt ging Pfarrer Rolf Fröhlich darauf ein, dass der Sonntag zwar landläufig zumeist „Totensonntag“ genannt wird, weil er von dem Gedächtnis an die Verstorbenen geprägt ist, aber über die Erinnerung hinaus den Blick darauf richten möchte, dass alle, Lebende und Verstorbene, eine ewige Heimat bei Gott haben, heißt es in einem Bericht von Christian Wolff. Insofern sei der Totensonntag nicht bloß ein Tag der Trauer, sondern auch der Hoffnung, Blick auf das ewige Leben und somit auch der „Ewigkeitssonntag“.
Weihe des Urnenfeldes
Anhand des Gleichnisses von den zehn Jungfrauen legte Rolf Fröhlich dar, dass die Lampe der Hoffnung nicht ausgehen dürfe. Das Licht sei Ausdruck einer frohen und zuversichtlichen Gewissheit, die tagtäglich mit Gott rechne und auf ihn vertraue. Gott sei Ursprung und Ziel, Anfang und Ende aller Zeit. Und er komme als Retter und Erlöser der Welt. Auch am von Trauer geprägten Ewigkeitssonntag könne man sich darüber freuen, dass alle, Lebende und Verstorbene, eine ewige Heimat bei Gott haben, so Rolf Fröhlich. Im Anschluss wurde das neue Urnenfeld auf dem Börßumer Friedhof, umrahmt von Posaunenchorklängen, geweiht. Es werde künftig als letzte Ruhestätte dienen.

