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Übung unter realen Bedingungen – Abrisshaus diente als Übungsobjekt



Übung unter realen Bedingungen – Abrisshaus diente als Übungsobjekt

Dadurch, dass es sich um ein Abrisshaus handelte, konnte auch mit Wasser geübt werden.

Vorbereitungen auf einen Innenangriff - Da es sich um ein Abrisshaus handelte, konnte mit realem Wasser in einem durch Nebelmaschinen verqualmten Haus geübt werden.
Vorbereitungen auf einen Innenangriff - Da es sich um ein Abrisshaus handelte, konnte mit realem Wasser in einem durch Nebelmaschinen verqualmten Haus geübt werden. Foto: Freiwillige Feuerwehren Samtgemeinde Sickte

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Veltheim. In Veltheim sah man im September, an mehreren Tagen, viele Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht. Aus einem Haus quoll dichter Rauch. In einem alten Landhandel war es zu einer Verpuffung gekommen. Fünf Personen wurden vermisst. Dieses Szenario diente als erste Lage für die anrückenden Feuerwehren. Die Freiwilligen Feuerwehren aus der Samtgemeinde Sickte hatten laut einem Pressebericht die Möglichkeit in einem Abrisshaus, unter realen Bedingungen zu üben.



Die benachbarte und befreundete Ortsfeuerwehr aus Schulenrode nahm ebenfalls an einer Übung teil. Mittels Nebelmaschinen wurde im Vorfeld das Haus vernebelt. So konnten relativ reale Sichtverhältnisse bei einem Brand dargestellt werden. Nachdem die Feuerwehren angerückt waren, führten die Gruppenführer eine Lageerkundung durch. Hierbei konnten sie sich ein erstes Bild der Lage machen, die ihnen über Funk mitgeteilt wurde. Da sich in dem Gebäude noch fünf Menschen befinden sollten, wurden mehrere Trupps, unter schwerem Atemschutz, in das Gebäude geschickt. Ihre Aufgabe war die Personensuche und Menschenrettung.

Gasflaschen in der Gefahrenzone


Zeitgleich wurde draußen eine Wasserversorgung aus einem Hydranten hergestellt. Außerdem wurde eine Sammelstelle für die möglichen verletzten Personen hergerichtet. Nach wenigen Minuten wurden die ersten Vermissten gefunden. Eine Person wurde aus dem ersten Obergeschoss gerettet. Hierzu wurde eine Steckleiter an einen Balkon gestellt. Der Atemschutztrupp sicherte die Person mittels Rettungsbund und begleitete diese die Leiter hinunter. Zeitgleich wurden weitere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung in das Gebäude geschickt. In dem angenommenen alten Landhandel wurden auch zwei Gasflaschen gefunden. Diese wurden zur weiteren Kühlung nach draußen gebracht.

Üben mit echtem Wasser


Da es sich um ein Abrisshaus handelte, konnten die Trupps mit Wasser üben. Außerdem konnte in dem Zuge die Taktische (Hydraulische) Ventilation geübt werden. Vorteile dieser Einsatztaktik sind, dass mögliche eingeschlossene und bewusstlose Personen schneller gefunden werden können. Hierbei befördert man mit einem Sprühstrahl Wasser aus Türen oder Fenstern ins Freie, wobei die gesamte Öffnung vom Wasserstrahl ausgefüllt sein sollte. Der Rauch wird mitgerissen und aus dem Gebäude herausgezogen. Ausgearbeitet wurden die Übungen von der Ortsfeuerwehr Veltheim. Zusätzlich zu den Übungspuppen nahmen einige Kinder der Jugendfeuerwehr Veltheim als Statisten teil.

Dank an Eigentümer des Hauses


Von allen teilnehmenden Feuerwehren gab es ein positives Feedback. Dass in dem Abrisshaus überhaupt geübt werden durfte, hatte der Investor Schuntermann, Oliver Wirth von der VOW Immobiliengruppe möglich gemacht. Auf diesem Wege geht noch einmal ein ganz besonderer Dank an den Investor, dass die Feuerwehren unter solchen realen Bedingungen üben konnten. Außerdem konnten die Einsatzkräfte nach jeder Übung ein Getränk zu sich nehmen, welche ebenfalls vom Investor gesponsert wurden. Auch hierfür möchten sich die Freiwilligen Feuerwehren recht herzlich bedanken.


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