Valentinstag für Schwalben: NABU und Landkreis verschenken Nisthilfen

Schwalben haben es nicht leicht: Wer beim Nestbau helfen möchte, bekommt jetzt Unterstützung.

Eine Rauchschwalbe auf einem Dach.
Eine Rauchschwalbe auf einem Dach. | Foto: Rolf Jürgens

Wolfenbüttel. Der Landkreis Wolfenbüttel unterstützt zusammen mit dem NABU interessierte Haushalte mit bis zu zwei kostenlosen Nisthilfen für Schwalben. Die Nisthilfen können am 14. Februar 2026 bei Mitgliedern des NABU abgeholt werden, erklärt die Verwaltung in einer Pressemitteilung.



Rauch- und Mehlschwalben seien demnach als Kulturfolger eng an den Menschen gebunden. Zum Brüten sind sie daher auf Gebäude angewiesen, um ihre napfförmigen Nester zu bauen. Gute Brutbedingungen finden die Vögel jedoch immer seltener. Mit den Nisthilfen von Landkreis und NABU können Privathaushalte den Nachwuchs der nächsten Schwalbengeneration ermöglichen.

Ausgabe der Nisthilfen zum Valentinstag


Am Samstag, 14. Februar, können zwischen 10 und 13 Uhr bis zu zwei Rauch- oder Mehlschwalbennester pro Haushalt beim NABU abgeholt werden, solange der Vorrat reicht. Als Gegenleistung für die kostenlosen Nisthilfen wünscht sich die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises eine Fotodokumentation über das Anbringen der Nisthilfe sowie ein kurzes Feedback bei erfolgreichem Schwalbennachwuchs. Die besten Aussichten auf einen Bruterfolg bestehen, wenn die Nisthilfen in der Nähe von älteren Kolonien angebracht werden.

Die Ausgabe erfolgt bei: Cornelia Schilling, 1. Vorsitzende der Kreisgruppe des NABU Wolfenbüttel (Kleine Breite 51 in 38302 Wolfenbüttel) und bei der Sprecherin der NABU-Ortsgruppe Baddeckenstedt, Gabriele Tempel (Harzblick 9, 38275 Haverlah).

Schwalben leiden unter akuter Wohnungsnot. Pfützen und Lehm zum Nestbau fehlen, wie sie in der traditionellen bäuerlichen Kulturlandschaft einst typisch waren. Das moderne Leben mit asphaltierten Zufahrten, Hofeinfahrten und Feldwegen bietet den Schwalben kein Baumaterial mehr. Einflugmöglichkeiten in Scheunen und Ställen sind rar geworden, heißt es zur Einordnung in der Pressemitteilung des Landkreises.

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