Weiterbildungsstudiengänge: Von Batterien und alternativen Antrieben

Der Masterstudiengang "Alternative Antriebe" will mit der Batteriezellmanufaktur wichtige Kompetenzen für die Fahrzeugtechnik vermitteln.

Timo Lehnert und Aykan Keskin (von links) bei der Arbeit unter dem Abzug in der Batteriezellmanufaktur. Hier wird unter anderem Material für die Anode der Batterie gemischt.
Timo Lehnert und Aykan Keskin (von links) bei der Arbeit unter dem Abzug in der Batteriezellmanufaktur. Hier wird unter anderem Material für die Anode der Batterie gemischt. Foto: Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Wolfenbüttel. Über den Studiengang "Alternative Antriebe in der Fahrzeugtechnik" und weitere Masterstudiengänge, die an der Ostfalia Hochschule berufsbegleitend angeboten werden, informiert das Trainings- und Weiterbildungszentrum Wolfenbüttel bei Online-Infotagen am 8. Dezember 2022 und 12. Januar 2023. Zielgruppe sind Berufstätige, die sich neben dem Beruf in zukunftsrelevanten Themen weiterqualifizieren wollen, teilte die Hochschule am heutigen Mittwoch mit.


Der Masterstudiengang "Alternative Antriebe" vermittle mit der Batteriezellmanufaktur wichtige Kompetenzen für die Fahrzeugtechnik, hieß es. Ein tiefes Verständnis für Batterietechnik sei eine wichtige Voraussetzung, um die Fahrzeuge der Zukunft ganzheitlich entwickeln zu können. In dem berufsbegleitenden weiterbildenden Masterstudiengang "Alternative Antriebe" an der Fakultät "Fahrzeugtechnik" der Ostfalia Hochschule würden neben den typisch ingenieurfachlichen Themenfeldern wie die Optimierung des Fahrzeugs bezüglich Luftwiderstand und Gewicht daher vor allem die Antriebsquelle in den Fokus genommen werden, hieß es weiter.

Batteriezellmanufaktur erlaubt Studenten Einblick in die Zellfertigung


"Der Elektromotor mit seiner Leistungselektronik ist nahezu ausgereift", sagte Studiengangsleiter Robin Vanhaelst. "Die große Herausforderung liegt im Bereich des Energiespeichers. Themen wie Zyklenfestigkeit, Haltbarkeit, Schnell-Ladefähigkeit, Temperaturmanagement und Sicherheit stehen im Fokus und genau hier setzt unsere neue Batteriezellmanufaktur im Studiengang an. Solche Qualifikationen sind in der Fahrzeugindustrie hoch angesehen."

Die Batteriezellmanufaktur am Standort Wolfsburg erlaube den Studierenden unter Laborbedingungen genaue Einblicke in die Zellfertigung und den Zellbetrieb, hieß es. Denn immer wieder tauche die Frage auf, wie eine Batterie eigentlich von innen aussieht. Im Labor bauen die Studierenden im Grunde selbst eine Batterie. Sie mischen die Grundmaterialien, stellen eigene Elektroden her und bauen alles zu einer Zelle auf. Diese Batterie im Kleinformat wird in fahrzeugähnlichen Zyklen aufgeladen und wieder entladen.

Manufaktur als Besonderheit des Studiengangs


"Das Konzept der Batteriezellmanufaktur ist eine innovative Besonderheit unseres Studiengangs und vermittelt wichtiges Verständnis für die Zellfertigung und den Zellbetrieb von der Grundauslegung bis zur Post-Mortem-Analyse", sagte Vanhaelst, der an der Ostfalia die Arbeitsgruppe Fahrzeugthermodynamik und alternative Antriebe (AAF) leitet. "Die Studierenden sehen innerhalb kürzester Zeit den Erfolg ihrer Arbeit."


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