Der Automobilzulieferer Ficosa International GmbH investiert am Standort Wolfenbüttel in neuen Trafo und kann damit die Spritzgußproduktion ausbauen. Am vergangenen Montag wurden die Neuerungen im Beisein von Bürgermeister Thomas Pink und dem Geschäftsführer der Stadtwerke Frank Lübben im Rahmen einer Werksbesichtigung offiziell vorgestellt.
Zur Steigerung der Kunststoffproduktion investierte die Firma Ficosa in eine neue Spritzgießmaschine. Der damit einhergehende erhöhte Energiebedarf überstieg die Auslastungsgrenze des alten Trafos und erforderte somit den Neubau einer größeren Trafo- Station. In diesem Zusammenhang wurden die Energielieferverträge mit den Stadtwerken bis 2015 verlängert. Werksleiter Steffen Ziegler bedankt sich für die "gute und faire Zusammenarbeit".

Thomas Pink begutachtet fertigen Außenspiegel ( Foto: Werner Heise)
In der Maschine wird das eingefüllte Granulat auf 180° erhitzt, mit Druck ins Werkzeug, die sogenannte Backform, gespritzt und wieder abgekühlt. Der gesamte Vorgang dauert circa eine Minute und produziert - in Abhängigkeit vom Werkzeug - zum Beispiel zwei Spritzgußteile, die schon fast wie Außenspiegel aussehen.

Eine junge Mitarbeiterin von Ficosa montiert den rechten Außenspiegel für den VW Amarok ( Foto: Werner Heise)
Wilfried Scheidt, stellvertretender Fertigungsleiter und seit 22 Jahren betriebszugehörig, erklärt welche Antennenarten heutzutage bereits im Außenspiegel integriert sind, ganz neu sei die Integration eines Spurwechselassistenten beim T5. Als besonderes Highlight präsentiert er eine Ultraschallschweißmaschine, die bei der Montage der Amarok-Spiegel zum Einsatz kommt und Kunststoff mit Metall verschweißt.
Bürgermeister Thomas Pink freut sich über die Investition in Wolfenbüttel, denn "so werden Arbeitsplätze geschaffen und das freut einen Bürgermeister. Die Firma Ficosa ist ein zuverlässiges und dem Standort treues Unternehmen." Frank Lübben ergänzt als Geschäftsführer der Stadtwerke, "es wird wieder schick in Deutschland zu produzieren."