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Wolfenbütteler Delegierte stärken Brauschweiger BdV-Verband



Wolfenbüttel

Wolfenbütteler Delegierte stärken Brauschweiger BdV-Verband


Im Bild die Wolfenbütteler mit dem Kreisvorsitzenden. Vord. Reihe Brunhilde Schöllecke und Hans Maidorn, dahinter v.li. Dieter Lorenz, Georg Hattwig, Fritz Folger und Gerhard Neumann. Foto: Lorenz
Im Bild die Wolfenbütteler mit dem Kreisvorsitzenden. Vord. Reihe Brunhilde Schöllecke und Hans Maidorn, dahinter v.li. Dieter Lorenz, Georg Hattwig, Fritz Folger und Gerhard Neumann. Foto: Lorenz

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Wolfenbüttel. Fünf Delegierte aus Stadt und Landkreis Wolfenbüttel fuhren in diesen Tagen nach Braunschweig zum Bund der Vertriebenen (BdV).



In der Gaststätette „Gliesmaroder Turm“ begrüßte Kreisvorsitzender Fritz Folger die Delegierten und die Vertreter der landsmannschaftlichen Ortgruppen wie Ostpreußen, Pommern, Schlesien, Sudetenland, Weichsel-Warthe, Westpreußen und Russland-Deutsche, darunter auch die Wolfenbütteler BdV Vertreter. Es galt die vorgeschriebenen Regularien abzuwickeln und den Haushaltsplan 2017 zu beschließen. Ein Höhepunkt war die Ehrung langjähriger Mitglieder. In seinem Bericht erinnerte Folger an die 1984 eingeführte Maiandacht in St. Ägidien, die Kreisdelegiertenversammlung, den Tag der Heimat und die traditionellen Adventsfeiern. Sorge bereiten die Kosten für die Geschäftsstelle mit vielen Traditionellen Gegenständen.

Wegen abnehmender Mitgliederzahlen nehmen die Einnahmen ab aber die festen Kosten bleiben. Hier müsse der Vorstand eine Lösung finden. Bei den Ehrungen stand für die Wolfenbütteler besonders Hans Maidorn im Mittelpunkt. Seit 55 Jahren ist der in Mittelkonradwaldau Kreis Landeshut geborene Schlesier Mitglied im BdV. Mit 12 Jahren, am 09.Mai 1946 war die Vertreibung aus der Heimat. Maidorn erinnert sich: “An derTür des nahen Geschäftes hing ein Zettel, morgen müssen alle Deutschen raus. Nur wenig durfte mitgenommen werden. Nach Hindernisse, war die Familie Maidorn zusammen, es ging zu fuß nach Landeshut. In jedem Ort kamen weitere Vertriebene dazu.Nach einer Übernachtung begann die Vertreibung im Geschlossenen Güterwagen , in Richtung Lager Marienborn. Von da kam man nach Atzum im Landkreis Wolfenbüttel. In seinem neuen Zuhause baute sich Maidorn seine Zukunft. Lernte das Schlosserhandwerk, , besuchte die Technikerschule in Wolfenbüttel und war bei den Firmen MIAG und Salzgitter Industriebau beschäftigt. Heiratete 1958 seine Frau Hanna, damals im Rathaus und kirchlich in der Hauptkirche in Wolfenbüttel und freut sich über seine beiden Söhne.



Im früher selbstständigen BdV Kreisverband Wolfenbüttel unterstützte Maidorn 25 Jahr die Vorstandsarbeit und hilft auch jetzt noch bei der Organisation von Wolfenbütteler BdV Verastaltungen, wie den „Schlesischen Gesprächskreis.“
Besonders freute sich Hans Maidorn über die langjährige Förderung des „Heimatkreis Landeshut“ durch Stadt und Landkreis Wolfenbüttel. „Meine Heimat ist Schlesien, aus der ich vertrieben wurde . In Wolfenbüttel lebe ich,“ bemerkte der 84 jährige.

Beim Braunschweiger BdV ist es Tradition , dass Fritz Folger, wenn die Tagesordnung behandelt ist, eine „Vortrag“ anbietet. Diesmal erinnerte Folger an die Beachtung der geschichtlichen Wahrheiten die oft von der Politik und Anderen verdreht werden, da werde Vertreibung zu Zwangsumsiedlung und Kriegsgefangene zu Strafgefangenen, Namen und Begriffe werden verschwiegen oder durch andere Begriffe ersetzt. „Da werden Namen die keiner mehr nannte zu Namen die keiner mehr kannte“ und dass dürfe nicht sein .


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