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Wolfenbütteler Einzelhändler wollen zentralen Lieferdienst gründen

Unter dem Motto "Schaut global-kauft lokal" soll in naher Zukunft ein zentraler Lieferdienst für die Wolfenbütteler Gastronomen und Einzelhändler entstehen. Bereits in der kommenden Woche sollen die wichtigsten Fragen geklärt sein.

von Niklas Eppert


Bekommt Wolfenbüttel bald einen zentralen Lieferdienst? Mehrere Gastronomen und Einzelhändler sitzen demnach an einer konkreten Planung.
Bekommt Wolfenbüttel bald einen zentralen Lieferdienst? Mehrere Gastronomen und Einzelhändler sitzen demnach an einer konkreten Planung. Foto: Julia Seidel

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07.11.2020

Wolfenbüttel. Seit einer knappen Woche befindet sich das Land wieder im "Lockdown light", sehr zum Unwesen von Gastwirten und Einzelhändlern. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch: Unter der Ägide der Unternehmensberatung Heimbs Consult soll nun ein zentraler Lieferdienst entstehen, der den Kunden ihre Bestellungen direkt nachhause liefert - auch von klassischen Einzelhändlern wie Boutiquen. Im Gespräch mit regionalheute.de bestätigt Michael Heimbs von Heimbs Consult die Pläne und erklärt, wann der Lieferdienst an den Start gehen soll. Die Planungen sind laut des Unternehmensberaters bereits sehr konkret.



Er frage sich bereits seit Jahren, warum die Einzelhändler sich nicht auf ein derartiges Modell verständigt hätten. Während Amazon und Co. den Einzelhändlern längst ihren Rang streitig gemacht hätten, hätten die ihre große Stärke nicht ausgespielt: das Lokale. In der Initiative sieht Heimbs eine Chance, die weit über den Lockdown hinausginge: "Natürlich haben wir Hoffnung, dass das nicht bloß eine Notlösung ist. Daraus soll schon eine langfristige Geschichte werden", erklärt der Unternehmensberater im Gespräch mit regionalHeute.de.


Michael Heimbs Unternehmensberatung Heimbs Consult berät die Einzelhändler und Gastronomen beim Aufbau des Lieferdienstes. In der kommenden Wochen soll die Planung weiter abgeschlossen werden. Foto: Heimbs Consult


Mehrere Einzelhändler, Gastronomen und auch ein Taxiunternehmen hätten bereits konkretes Interesse bekundet, darunter Läden wie Erdbrink und Vehmeyer oder Barrique. Dabei käme es auf die Anzahl der Teilnehmer an: Je mehr Unternehmen sich an dem Projekt beteiligen, desto günstiger werde es für den Einzelnen und damit auch für den Kunden. Für Letzteren soll die Bestellung möglichst einfach gestaltet werden: Er gibt seine Bestellung per Telefon oder Onlineshop auf, der Laden beauftragt ein lokales Transportunternehmen mit der Auslieferung, das die Ware wiederum zum Endkunden liefert. Am selben Tag der Bestellung, wie ein Facebookpost von Heimbs Consult verspricht.

Bereits in der kommenden Woche soll die in der Sendung "Menschen, Firmen, Geschichten" entstandene Idee konkretisiert werden. Fragen etwa über das Bezahlsystem seien noch offen, würden jedoch "sehr konkret" diskutiert. Heimbs selbst säße bereits an einer Kalkulation, die verschiedene Teilnehmerzahlen abdecke. Das Projekt sei also bereits auf dem Weg. Wann genau es startet sei allerdings noch offen. Allzu lange müssten die Wolfenbütteler sich jedoch nicht mehr gedulden.


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