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Wolfenbütteler Jugendbuchtag im Zeichen der Identitätssuche



Wolfenbüttel

Wolfenbütteler Jugendbuchtag im Zeichen der Identitätssuche

von Jan Borner


Ille Schneider, Meike Buthmann und Gabriele Drewes vom Freundeskreis der Stadtbücherei, Foto: Jan Borner
Ille Schneider, Meike Buthmann und Gabriele Drewes vom Freundeskreis der Stadtbücherei, Foto: Jan Borner Foto: Jan Borner

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Wolfenbüttel. Im Rahmen des Lessingfestivals veranstaltet der Freundeskreis der Stadtbücherei den fünften Wolfenbütteler Jugendbuchtag. Am Montag, 2. Mai, finden dazu drei öffentliche Lesungen im Lesecafé der Stadtbücherei statt. Die Autorin Anja Tuckermann wird dabei aus ihrem Buch "Mano. Der Junge, der nicht wusste, wo er war" vorlesen. Die Lesungen richten sich an Jugendliche ab 14 Jahren.

Der Wolfenbütteler Jugendbuchtag fand in den vergangenen Jahren immer im Herbst statt. In diesem Jahr aber soll er im Rahmen des Lessingfestivals stattfinden und sich dementsprechend auch dem Festival-Thema "Identität" widmen. Die Autorin Anja Tuckermann, die auch schon bei der Kinder- und Jugendbuchwoche im März in der Lessingstadt zu Gast war, wird den Jugendbuchtag am 2. Mai mit drei Lesungen aus ihrem Buch "Mano. Der Junge, der nicht wusste, wo er war" gestalten. Alle drei Lesungen finden im Lesecafé der Stadtbücherei statt und richten sich an Jugendliche ab 14. Jahren. Auch interessierte Schulklassen und Gruppen sind herzlich zu den Lesungen eingeladen. Größere Gruppen sollten sich aber vorher bei Ille Schneider vom Freundeskreis der Stadtbücherei (05331-9028190) anmelden. Die Lesungen finden am 2. Mai um 9.30 Uhr, um 11.30 Uhr und um 13.30 Uhr statt.

Zum Inhalt


Das Buch "Mano. Der Junge, der nicht wusste, wo er war", erzählt die wahre Geschichte des Sinti-Jungen Mano, der mehrere nationalsozialistische Konzentrationslager und den Todesmarsch überlebte. Befreite französische Kriegsgefangene nahmen sich des Elfjährigen an und brachten ihn nach Frankreich. Hier wurde ihm gesagt, dass er sich nicht als Deutscher zu erkennen geben dürfe und niemandem seinen Namen verraten sollte. Wie Ille Schneider erklärt, ist das Buch, das bereits den Friedrich-Gerstäcker-Preis der Stadt Braunschweig gewonnen hat, deshalb ein passender Beitrag für das Lessingfestival, das sich mit dem Thema "Identität" auseinandersetzt.


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