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Wolfsburg Award 2016: Leuchttürme werfen neues Licht


Daniel Spievak, „Collab. Leuchtturm der Resilienz“, 1. Preis Wolfsburg Award for urban vision 2016. Foto: Stadt Wolfsburg
Daniel Spievak, „Collab. Leuchtturm der Resilienz“, 1. Preis Wolfsburg Award for urban vision 2016. Foto: Stadt Wolfsburg

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25.11.2016

Wolfsburg. Der erste Preis des „Wolfsburg Award for urban vision“ 2016 wurde gestern Abend, Donnerstag, 24. November, im Rahmen eines Festaktes im Alvar-Aalto-Kulturhaus in Wolfsburg an Daniel Spievak aus Bochum verliehen, teilt die Stadt Wolfsburg mit.


Neben dem ersten Preis wurden vier Anerkennungen vergeben und durch Oberbürgermeister Klaus Mohrs, dem kommissarischen Leiter des Baudezernats Kai-Uwe Hirschheide sowie die Mitglieder des Preisgerichts überreicht. Insgesamt ist der „Wolfsburg Award for urban vision“ mit 5.000 Euro dotiert. Davon gingen 2.500 Euro an den Preisträger.

Ein Leuchtturm am Schillerteich


Ein Leuchtturm am Schillerteich, der ein neues Licht auf die Stadt werfen und eine neue stadtplanerische Sichtweise eröffnen soll. Mit dieser symbolischen Architekturvision gewann Daniel Spievak aus Bochum den ersten Preis beim studentischen Ideenwettbewerb „Wolfsburg Award for urban vision“ 2016. Der Architekturstudent setzte sich in einem internationalen Teilnehmerfeld unter rund 150 Mitbewerbern durch. Entstanden ist die Arbeit an der Hochschule Bochum im Fachbereich Architektur bei Professor Andreas Fritzen. Spievaks Arbeit beschäftigt sich mit der stadtplanerischen Struktur Wolfsburgs. Abseits der Porschestraße sollen neue Punktarchitekturen als alternative Magneten entstehen und damit ein Ausgleich zur Nord-Süd-Betonung in der Stadtstruktur geschaffen werden. Mit der Preisvergabe honorierte die Jury den intellektuellen und experimentellen Ansatz der Arbeit, die durch eine starke symbolische Setzung große Strahlkraft und Prägnanz entwickle und die eine Leitlinie des Stadtkonzepts neu und kritisch hinterfrage.

Der „Wolfsburg Award for urban vision“


Seit der erstmaligen europaweiten Auslobung des Wettbewerbs im vergangenen Jahr wird das Preisgericht durch wechselnde internationale Gastjuroren unterstützt. In diesem Jahr übernahm Gerd Erhartt vom Büro querkraft architekten/Wien diese Aufgabe. In seinem Grußwort zur Preisverleihung richtete er sich vor allem an die Studierenden als künftige Planer-Generation, die er ermutigte zu einem positiven Blick mit kritischen Fragen. Der studentische Ideenwettbewerb feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum und könne auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Seit 2007 haben sich 549 Studierende mit insgesamt 328 Wettbewerbsarbeiten beteiligt. In diesem Jahr haben insgesamt 146 Studierende von 19 Hochschulen 70 Einzel- oder Gruppenarbeiten eingereicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Verdoppelung der Beiträge.

„Über die große Beteiligung, gerade im Jubiläumsjahr, freuen wir uns sehr. Das ist ein schöner Erfolg und zeigt die große Anerkennung dieses auf kommunaler Ebene immer noch einzigartigen Wettbewerbs“, unterstreicht Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Gastjuror Gerd Erharrt lobt: „In vielerlei Hinsicht stellt es eine Besonderheit dar, dass eine Stadt einen internationalen Studentenwettbewerb auslobt und in dieser Form regelmäßig über ihre Zukunft nachdenkt. Es wäre wünschenswert, wenn viele Städte diesem Vorbild folgen würden.“ Rund ein Drittel der eingereichten Arbeiten kam in diesem Jahr aus dem Ausland.
Unter dem Wettbewerbsmotto „Wolfsburg: Stadt Raum Geschichte“ sucht der Wolfsburger Ideenpreis studentische Projekte, die sich mit der besonderen architektonischen und städtebaulichen Situation Wolfsburgs beschäftigen und daraus innovative Ideen für die künftige Entwicklung der Stadt formulieren. „Bewusst heißt es im Wettbewerbstitel ‚urban vision‘“, erklärt Kai-Uwe Hirschheide, kommissarischer Leiter des Baudezernats. „Wir möchten die Architekten, Stadtplaner und Gestalter von morgen dazu ermutigen, ihre Freiräume für visionäre und utopische Beiträge zu nutzen, um Impulsgeber für künftige Entwicklungen zu sein.“

Vier Anerkennungen wurden vergeben


Neben dem ersten Preis wurden vier Anerkennungen vergeben. Die Arbeit „Phase 6“ von Yannik Kaiser und Johannes Rühle (Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) schlägt Wolfsburg als erste ausschließlich autonom befahrene Stadt vor. Das Projekt „Gemeindehaus in Wolfsburg-Nordsteimke“ von Stephanie Polochowitz (Bauhaus-Universität Weimar) entwirft mit Blick auf die anstehende Siedlungsentwicklung ein neues Gemeindehaus an der St. Nicolai-Kirche.
„Lebensmittelpunkt Laagberg – Vision Wohnraumtausch“ von Romina Christen, Alisa Gack, Florian Geiselhardt, Urban Stoll und Wiebke von Wietersheim (Hochschule für Technik Stuttgart) beschäftigt sich mit der sozialen Infrastruktur sowie dem Wohnangebot in einem Stadtteil der 1960er Jahre. Das „Wolfsburger Wohnzimmer“ von Sophia Forstner und Angela Kirchlechner (Hochschule für angewandte Wissenschaften München) zeigt einen neuen Hochpunkt an der Porschestraße mit Wohnangeboten und anderen öffentlichen Nutzungen.

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Wolfsburg Award for urban vision 2016, Anerkennungen. Foto: Stadt Wolfsburg

Insgesamt hat das Preisgericht unter dem Vorsitz von Professor Ariane Röntz (Berlin/Kassel) acht Arbeiten nominiert, die vom 25. November bis zum 15. Dezember in einer Ausstellung in der Bürgerhalle des Rathauses A, Porschestraße 49, in Wolfsburg zu sehen sind und in einer Wettbewerbsdokumentation veröffentlicht wurden. Die Dokumentation der nominierten und ausgezeichneten Arbeiten lassesich über das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg unter der Telefonnummer (05361) 28-2814 oder per E-Mail an "wolfsburgaward@stadt.wolfsburg.de" kostenfrei anfordern und stehe unter "www.wolfsburg.de/architektur" zum Download zur Verfügung. Nun geht es im zweijährigen Rhythmus weiter. Die Ausschreibungsunterlagen für den Wolfsburg Award for urban vision 2018 sollenEnde kommenden Jahres veröffentlicht werden.


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