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Wolfsburg und die Suche nach der Leichtigkeit



Wolfsburg

Wolfsburg und die Suche nach der Leichtigkeit

von Rayk Maschauer


Unter Bruno Labbadia wartet der VfL immer noch auf den ersten Sieg. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Unter Bruno Labbadia wartet der VfL immer noch auf den ersten Sieg. Foto: Agentur Hübner/Archiv

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Wolfsburg. Am kommenden Samstag trifft der VfL Wolfsburg zum 28. Spieltag der 1. Bundesliga auf den Hauptstadtclub Hertha BSC Berlin. Im fünften Anlauf hoffen die Wölfe auf den langersehnten ersten Erfolg unter Trainer Bruno Labbadia. Anstoss in Berlin ist um 20.30 Uhr.



Erster Sieg unter Labbadia?


Zwei Wochen sind seit der bitteren 0:1-Heimniederlage gegen den FC Schalke 04 vergangen. VfL-Trainer Bruno Labbadia und sein Stab hatten seither einige Zeit, um das Spiel abzuhaken und den Fokus vor den entscheidenen letzten sieben Saisonspielen neu zusetzen. Denn das ist nach den vergangenen Auftritten dringend nötig. Nur ein Punkt aus den ersten vier Spielen unter Neu-Trainer Labbadia, sowie eine aufgrund des Drucks teilweise wie gelähmt wirkende Mannschaft sprechen Bände. Torgefahr konnte der VfL zudem unter seinem neuen Übungsleiter bislang kaum entwicklen. Für Labbadia ist daher klar, was es für seine Mannschaft in letzten Tagen nachzuholen galt: „Die Leichtigkeit und Kreativität im Spielaufbau müssen wir uns im Training erarbeiten. Diese Sicherheit müssen wir uns im Training holen. Daran haben wir in dieser Woche gearbeitet.“ Sich diese Leichtigkeit in einer solch prekären Lage zurückzuholen, scheint allerdings kein leichtes Unterfangen zu sein. Insbesondere, wenn bei den Spielern selbst die Nerven nach den zum Teil enttäuschenden Auftritten blank liegen. Dies zeigte sich unter anderem in der vergangenen Woche als Riechedly Bazoer und Ignacio Camacho während einer Trainingseinheit aneinander gerieten (wir berichteten).

Dementsprechend ist ein Erfolgserlebnis am Samstag bei Hertha BSC Berlin das große Ziel – nicht nur, um die Wogen innerhalb der Mannschaft zu glätten, sondern auch, um zumindest ein wenig Luft im Abstiegskampf zu ergattern. Zwar konnte der ärgste Verfolger aus Mainz in den vergangenen Spielen ebenfalls nicht punkten, doch dahinter lauert mit dem 1.FC Köln eine Mannschaft, die mit dem Rücken zur Wand neues Selbstbewusstsein entwickeln konnte und plötzlich dem VfL immer mehr auf die Pelle rückt. Bislang beträgt Abstand zu den Kölner – und damit zum ersten Abstiegsplatz – noch fünf Punkte, doch sollten die Siege beim VfL weiter ausbleiben, könnte die Luft noch dünner werden. Trotz dieser Situation konzentriert sich Labbadia weiter vor allem auf seine Mannschaft: „Ich schaue nicht auf die anderen Mannschaften, sondern nur auf uns, weil wir es immer noch selbst in der eigenen Hand haben“, so der Übungsleiter, der jedoch noch mahnende Worte ergänzte: „Aber wir sollten nie den Fehler machen, die anderen Mannschaften abzuschreiben.“


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