Wolfsburg. Das Auto und die Stadt Wolfsburg – die beiden gehören einfach zusammen. Doch wo viele Autos fahren, da kracht es auch immer mal wieder. Wo die meisten Unfälle im Stadtgebiet passieren, das bekam jetzt der städtische Ausschuss für Bürgerdienste zu hören.
Dabei legte die Unfallkommission das Hauptaugenmerk auf insgesamt acht Unfallhäufungsstellen. Im nördlichen Teil der Stadt gehört dazu zum Beispiel die Kreuzung B188/K46 bei Kästorf. 2024 krachte es dort neunmal (2023 ebenfalls neunmal, 2022 dreimal) – fünfmal handelte es sich um Wild-Unfälle.
Mehrere Unfallschwerpunkte im Norden der Stadt
Unweit davon gehört auch die Kreuzung K46/Hubertusstraße zu einer crashlastigen Stelle: 17 Unfälle wurden 2025 dort registriert. Ab April soll dort zunächst für eine sechsmonatige Testphase eine Probeampel stehen.
In Wendschott gehört die Kreuzung L290/291 Westumgehung zu den Orten, an denen es häufig kracht. In den Jahren 2022, 23 und 24 gab es dort insgesamt 18 Unfälle, die fast alle zur Kategorie Abbiege-Unfälle zählen. Auf Empfehlung der Unfallkommission wurde dort die Ampel um eine Linksabbiegerschaltung erweitert. Seitdem habe es keine Unfälle mit dem Gegenverkehr mehr gegeben, berichtete die Stadtverwaltung auf ihren Social-Media-Kanälen.
Reichlich Unfälle an der Badelandkreuzung
Abbieger verursachen auch die meisten Crashs an der Kreuzung zwischen der Oebisfelder Straße (B188) und der Schulenburgallee, der sogenannten Badelandkreuzung, die zu den Unfallhäufungsstellen im Wolfsburger Stadtgebiet zählt. Insgesamt kam es dort im Zeitraum 2022 bis 2024 zu 37 Unfällen – rein zahlenmäßig ist die Kreuzung damit der Crash-Hotspot der Stadt. Die Stelle werde weiter beobachtet.
Im Westen der Stadt hat die Unfallkommission vor allem ein Auge auf Fallersleben. Genauer gesagt: Auf eine Kreuzung im Norden der Hoffmannstadt zwischen dem Weyhäuser Weg (K28) und der K114. Hier krachen regelmäßig Linksabbieger mit Geradeausfahrern zusammen – insgesamt zehnmal im Zeitraum 2022 bis 2024.
In einer ähnlichen Situation kracht es auch im Wolfsburger Osten häufig – und zwar an der Kreuzung Dieselstraße/Borsigstraße. Zwölf Unfälle wurden dort binnen drei Jahren registriert – viermal waren Radfahrer beteiligt.
In der Stadtmitte gehört derweil die Ausfahrt vom Theater auf die Braunschweiger Straße zu den unfallträchtigsten Stellen. Von 2022 bis 2024 krachte es neunmal.
Beim südlichen Schwerpunkt der Unfallkommission handelt es sich um die Einmündung der L294 (Heinenkamp) auf die L295 (von 2022 bis 2024 gab es sechs Unfälle). Die Kommission empfiehlt, an der Stelle dauerhaft eine Ampel aufzustellen. Außerdem werde an dieser Stelle weiterhin mobil geblitzt.

