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Zweiter Lockdown droht: Niedersachsen befürwortet Pläne der Bundeskanzlerin

Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios, Schwimmbäder, Kinos, Theater und Spielhallen, aber auch die Gastronomie muss möglicherweise wieder schließen. Ein "Lockdown light" sei die einzige Möglichkeit, das Infektionsgeschehen einzudämmen.

von Anke Donner


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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28.10.2020

Region. Bundeskanzlerin Angela Merkel berät heute mit den Ministern der Länder über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Medienberichten zufolge sieht der neue Plan vor, dass es massive Einschränkungen geben soll. Es wird von einem "Lockdown light" gesprochen. Niedersachsens Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann erklärte am Mittwochmorgen auf NDR Info, dass man in Niedersachsen die Pläne mittragen wolle. Reimann bezeichnet die Lage als "sehr, sehr ernst".



Update: "Lockdown" ab Montag - Massive Schließungen und Einschnitte

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Niedersachsen droht ein erneuter Lockdown. Zwar sollen laut einem durchgestochenen Entwurfspapier Kitas und Schulen weiterhin geöffnet bleiben, Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios, Schwimmbäder, Kinos, Theater und Spielhallen aber offenbar ab dem 4. November geschlossen werden. Auch Gastronomiebetrieben droht dann vermutlich die erneute Schließung. Ebenso könnten Übernachtungen in Hotels auf ein Minimum reduziert werden und der Einzelhandel nur unter strengen Hygienevorschriften öffnen.

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Kontaktbeschränkungen konsequent umzusetzen


"Wir sehen ein Auflaufen von Infektionen und diese Welle muss gebrochen werden. Und das geht nur, wenn die Kontakte reduziert werden", so Reimann am Morgen in einem Interview mit NDR Info und betont, dass man in Niedersachsen dafür sei, Kontaktbeschränkungen konsequent umzusetzen. Eine Einigung aller Bundesländer scheint es jedoch nicht zu geben. Wie Reimann erklärte, sei dies aber zwingend notwendig. "Wenn sie heute auf die Landkarte gucken, ist das halbe Land rot. Wir haben auf breiter Front wachsende Infektionszahlen. Das gilt auch für die anderen Bundesländer. Und deshalb braucht es jetzt diesen sehr, sehr klaren und gemeinsamen Antritt", so Reimann.


Carola Reimann Foto: Rudolf Karliczek



Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bezieht in einem Interview am Morgen ganz klar Stellung zu den geplanten Maßnahmen. "Wir Bürger werden uns zurücknehmen müssen. Das geht auch, das ist nicht schön und das macht mir persönlich auch keinen Spaß. Aber im Vergleich zu einer Situation eines ungebremsten Infektionsgeschehens ist das wirklich die beste Lösung", sagte der Ministerpräsident im Morgenmagazin von ARD und ZDF.

Eine Entscheidung über die tatsächlichen Maßnahmen wird für den späten Nachmittag erwartet.


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