Wolfsburg. Das Klinikum Wolfsburg muss die mit Beginn des zweiten Quartals 2020 geplante Inbetriebnahme der neuen Kinderklinik verschieben. Aktuell seien noch Nacharbeiten erforderlich, um für die Versorgung der kleinen Patienten die bestmögliche Qualität zu gewährleisten. Hintergrund sei, dass bei routinemäßigen Prüfungen des Trinkwassernetzes im Neubau mikrobielle Spuren festgestellt wurden. Dies meldet das Klinikum Wolfsburg in einer Pressemitteilung.
Die aufgefundenen Bakterien kämen überall in der Natur vor, beispielsweise auch in Pfützen, und seien an sich harmlos. Für Patienten mit angegriffenem Immunsystem - vor allem bei chronischen Erkrankungen - können sie jedoch eine Gefährdung darstellen. Um die Gesundheit der künftigen kleinen Patienten sichern zu können, müsse die Verunreinigung daher vor dem Bezug der neuen Kinderklinik beseitigt werden.
Sicherheit hat Vorrang
Die Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Hochbau der Stadt Wolfsburg ermitteln derzeit in Zusammenarbeit mit den Baufirmen, dem Klinikum, dem städtischen Gesundheitsamt und dem Landesgesundheitsamt die Ursache der Belastung. Die Inbetriebnahme des Gebäudes werde sich bis zur Beseitigung der Bakterien verzögern, da aufwändige Spülungen des Wassersystems erforderlich sind. Dies sei unvermeidlich, da die Sicherheit der kleinen Patienten absoluten Vorrang habe.

