Klimaneutralität: Umfangreiches Konzept soll Emissionen deutlich senken

Mit einem Konzept soll die Stadtverwaltung von Wolfsburg klimaneutral werden.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Wolfsburg. Die Stadt hat ein Konzept für eine klimaneutrale Stadtverwaltung erarbeitet und bringt dieses nun in die politischen Gremien ein. Ziel sei es, die Stadtverwaltung bis zum Jahr 2040 klimaneutral aufzustellen, wie es in einer Pressemitteilung der Verwaltung heißt.



Grundlage seien dabei die Vorgaben des Niedersächsischen Klimaschutzgesetzes. Mit dem Konzept schaffe die Stadt Wolfsburg einen strategischen Rahmen, um die Treibhausgasemissionen der Verwaltung systematisch zu verringern. „Mit dem umfangreichen Konzept, das wir als Stadt erarbeitet haben und in den kommenden Jahren umsetzen wollen, soll die CO2-Reduktion über alle Verwaltungsbereiche hinweg systematisch vorangebracht werden. Damit wollen wir nicht nur dem gesetzlichen Ziel der Klimaneutralität bis 2040 nachkommen, sondern als Stadt auch mit gutem Beispiel vorangehen", betont Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide ergänzt: „In vielen Bereichen sind wir bereits auf einem guten Weg und setzen seit Jahren erfolgreich Projekte zur Energieeinsparung um. Daran wollen wir anknüpfen und diese noch erweitern.“

Vier Handlungsfelder


Das Konzept benenne vier zentrale Handlungsfelder: Energieeinsparung und Ressourceneffizienz, erneuerbare Energien, Fuhrpark und Mobilität sowie Strategie und Klimaschutzmanagement. Zu den vorgesehenen Maßnahmen würden unter anderem energetische Sanierungen an städtischen Gebäuden, weitere Umrüstungen auf LED-Technik bei Beleuchtung und Lichtsignalanlagen sowie Schulungen für ein energiesparendes Nutzerverhalten zählen. Auch der weitere Ausbau von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden sei Bestandteil des Konzepts.

Die Stadt Wolfsburg habe beim Ausbau der Photovoltaik in den vergangenen Jahren bereits wichtige Fortschritte erzielt. So sei vom sogenannten 100-Dächer-Programm bereits mehr als die Hälfte umgesetzt. Künftig solle dieser Weg konsequent fortgesetzt und zugleich die Eigennutzung des erzeugten Stroms weiter gestärkt werden, etwa durch Batteriespeicher.

Erneuerbare Energien im Fokus


Darüber hinaus stünden die erneuerbaren Energien besonders im Fokus. Betrachtet würden dabei unter anderem die Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung, der Einsatz von Wärmepumpen für nicht an die Fernwärme angeschlossene Gebäude sowie die Prüfung weiterer Optionen wie die Nutzung von Biomasse. Auch der städtische Fuhrpark solle schrittweise weiter elektrifiziert und die Ladeinfrastruktur entsprechend ausgebaut werden.

Entscheidungsgrundlage für weitere Schritte


Ziel des Konzepts sei es, die notwendigen Zwischenschritte auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadtverwaltung frühzeitig, systematisch und integriert aufzuzeigen. Es diene damit als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für die künftigen Klimaschutzaktivitäten innerhalb der Verwaltung. Nach der Konzepterstellung solle nun die schrittweise Umsetzung einzelner Vorhaben folgen. Für die Umsetzung sei zunächst eine Priorisierung der Maßnahmen sowie eine weitere Konkretisierung der finanziellen Ressourcen erforderlich. Auf dieser Grundlage sollen die einzelnen Vorhaben in die künftigen Haushaltsplanungen einfließen oder durch gesonderte Beschlussfassungen im städtischen Haushalt berücksichtigt werden.