Mit Hilfe der Bürger: So fahndet die Stadt nach neuen Schlaglöchern

Mehr als 100 Meldungen zum Zustand der Straßen und Gehwege erreichen die Wolfsburger Verwaltung pro Monat über den Mängelmelder.

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Schlaglöcher oder andere Straßenschäden sollen durch den Mängelmelder schnell identifiziert werden.
Schlaglöcher oder andere Straßenschäden sollen durch den Mängelmelder schnell identifiziert werden. | Foto: Matthias Kettling

Wolfsburg. Der Winter hinterlässt üblicherweise seine Spuren im Asphalt der Wolfsburger Straßen, die nun im Frühling immer mehr sichtbar und spürbar werden. Um die Schäden auszubessern, ist die Stadtverwaltung stets auf der Suche nach allen neuen Schlaglöchern – und setzt dabei auch auf die Mithilfe der Wolfsburger.



Die können auf der Homepage der Stadt im Mängelmelder alle entdeckten Schlaglöcher – und andere Schäden – melden. Seit Jahresbeginn sind über diesen Weg 383 Meldungen online bei der Verwaltung eingetrudelt, in denen es um "Straßen- und Wegschäden" geht, teilt die Stadt auf Nachfrage von regionalHeute.de mit. Dabei handele es sich bei diesen Mängeln allerdings nicht ausschließlich um Schlaglöcher.

Mängelmeldungen sollen künftig besser überwacht werden


Genaue Melde-Zahlen zu diesem Online-Angebot habe die Stadt in den Vorjahren nicht erhoben. Zum Ende des vergangenen Jahres wurde dann aber die Nutzung eines aktuellen Tracking-Systems möglich, das perspektivisch ein verbessertes Mängel-Monitoring ermöglichen soll, erklärt die Verwaltung.

Die Gesamtzahl der eingegangenen Meldungen habe seit Oktober bis heute bei 1.360 Meldungen gelegen. Dabei ging es meist um vier Kategorien: Abfallentsorgung auf öffentlicher Fläche, Straßen- beziehungsweise Wegschäden, Straßenreinigung/Winterdienst und Verkehrshinweise.

Abschließend bearbeitet wurden davon rund 65 Prozent. Dabei sei aber zu berücksichtigen, dass die Fallzahlen tagesaktuell sind – auch Meldungen, die jetzt eingetroffen sind, werden berücksichtigt. Diese können aber teilweise noch gar nicht erledigt worden sein. Über den etwas aussagekräftigeren Zeitraum vom 1. Oktober bis Jahresende habe die Quote bei 80 Prozent gelegen.

Die Meldungen werden vor der Veröffentlichung geprüft, gegebenenfalls berichtigt und dann in die Fachabteilungen verteilt, erklärt die Verwaltung ihre Vorgehensweise. Die Fachbereiche priorisieren die Meldungen nach Dringlichkeit. Zudem informiert die Verwaltung den jeweiligen "Melder" über Eingang und Status der Bearbeitung, der sich aber auch direkt online im Mängelmelder nachverfolgen lässt.

Wolfsburger nutzen weiterhin auch andere Wege


Der Mängelmelder sei mit dem Start der Webseite mein.wolfsburg.de im Juni 2021 installiert worden. Meldungen haben die Stadt vorher über verschiedene Wege erreicht, die unabhängig vom Mängelmelder immer noch genutzt werden. So melden die Wolfsburger gesichtete Schlaglöcher auch per Mail oder Telefon.

Der Mängelmelder versteht sich als digitaler Service für die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger auch im Rahmen des Modellprojekts Smart City und ist entsprechend ebenfalls über die Wolfsburg-App nutzbar. Diese digitale Möglichkeit wird von den Bürgerinnen und Bürgern intensiv genutzt und von der Stadt Wolfsburg als nützliches Instrument bewertet, um die Lebensqualität in unserer Stadt weiter zu verbessern. Gemeldete Anliegen können so besser kanalisiert, zugeordnet und bearbeitet werden.