Wolfsburg. Am gestrigen Montag wurde das Richtfest für die Woodscraper in den Hellwinkel Terrassen gefeiert – die ersten Holzhochhäuser Wolfsburgs mit sozialem Mietkonzept, wie die GLS Bank in einer Pressemitteilung berichtet. Mit dabei war der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne.
8.000 Quadratmeter Wohnfläche, 106 Wohneinheiten – das sind die zwei Woodscraper in Wolfsburg. Die Wohngebäude sind zu 45 Prozent sozial gefördert. Die 12 Wohngeschosse in beiden Häusern werden in Holzbauweise ausgeführt: Die Wohngeschosse bestehen aus Massivholzkonstruktionen, für die vorgefertigte Holzelemente verwendet werden.
Baustoffe wiederverwendbar
Seit Beginn der Planung verfolgt die GLS Bank nach eigenen Angaben zusammen mit ihren Partnern einen zirkulären Ansatz: Die Baustoffe der beiden Hochhäuser lassen sich demnach größtenteils sortenrein zurückbauen und wiederverwenden. Die Wohnungen selbst seien durch flexible und veränderbare Grundrisse langfristig an sich wandelnde Bedürfnisse und Lebenssituationen anpassbar. Somit würden die Woodscraper Wohnraum für unterschiedliche Generationen, Lebensphasen und Familien bieten.
Bezahlbarer Wohnraum
Mit den Woodscrapern in Wolfsburg strebe die GLS Bank bezahlbaren, nachhaltigen Wohnraum mit sozialverträglichen Mieten und stabilen Nebenkosten an. Die GLS Bank verstehe Wohnen nicht nur als Rückzugsort, sondern auch als Raum für Gemeinschaft und Begegnung. Ein Café im Erdgeschoss eines der Hochhäuser, eine gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse sowie Gemeinschaftsflächen im Außenbereich sollen Orte für Begegnungen schaffen und das Wohnkonzept ergänzen.
Signal für zukunftsfähiges Bauen
Beim Richtfest sagte Wirtschaftsminister Tonne: „Die Woodscraper zeigen, wie moderner Wohnungsbau funktionieren kann: mit Holz als nachhaltigem Baustoff, mit einem hohen Anteil geförderter Wohnungen und mit einem Konzept, das auf Kreislauffähigkeit und niedrigen Energieverbrauch setzt. Gerade in wachsenden und sich wandelnden Städten brauchen wir solche Projekte, die bezahlbaren Wohnraum mit neuen baulichen Lösungen verbinden. Wolfsburg setzt damit ein starkes Signal für zukunftsfähiges Bauen in Niedersachsen.“
Christian Eickhoff, Geschäftsführer der GLS Woodscraper GmbH & Co. KG, fügt hinzu: „Unser Ziel ist es, sozial gerechten Wohnraum zu schaffen, der gleichzeitig umweltfreundlich und zukunftsfähig ist. Mit diesen beiden Holzhochhäusern möchten wir möglichst vielen Menschen Zugang zu qualitativ hochwertigem Wohnraum ermöglichen.“

v.l.n.r. Lisa Graf, Projektarchitektin bei Partner und Partner Architektur, Jörg Finkbeiner (BDA), Geschäftsführer Partner und Partner Architektur, Christian Eickhoff, Geschäftsführer der GLS Woodscraper GmbH & Co. KG, Grant Hendrik Tonne, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Immacolata Glosemeyer, MdL - Stellv. Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Cindy Lutz, MdL – Sprecherin für Wissenschaft, Kultur und Erwachsenenbildung der CDU Fraktion Niedersachsen, Christian Schroeder, forstpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion Niedersachsen, Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat der Stadt Wolfsburg und André Meyer, Leiter des Kompetenzcenters Nachhaltige Immobilien. Foto: GLS Bank
Mietinteressenten können sich melden
Holz als natürlicher Baustoff im Innenraum schaffe durch seine feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften ein angenehmes Raumklima. Lediglich das Treppenhaus sei aus brandschutztechnischen Gründen aus Beton gefertigt. Regenerative Energien wie Geothermie und Photovoltaik sorgen für eine effiziente, schadstofffreie und emissionsarme Energieversorgung. Retentionsgründächer und der EH-40-Effizienzhausstandard ergänzen das ökologische und energetische Konzept. Ein effizientes Regenwasser- und Drainagemanagement reguliert den Wasserverbrauch: Überschüssiges Regenwasser wird in einer Zisterne gesammelt und zur Bewässerung der Außenanlagen verwendet.
Wer sich für eine Wohnung interessiert, kann sich per Mail an vermietung.woodscraper@g-i-p.com wenden.

