Rotlicht und Rasen: Verkehrsverstöße auf hohem Niveau

Die Zahl der Verkehrsverstöße in Wolfsburg ist auch im vergangenen Jahr hoch geblieben.

Symbolfoto.
Symbolfoto. | Foto: Rudolf Karliczek

Wolfsburg. Die Zahl der Verkehrsverstöße in Wolfsburg bleibt auf hohem Niveau. Insgesamt 157.469 Verstöße registrierte das Ordnungsamt im Jahr 2025. Das sind etwa 2.000 Verstöße weniger als im Vorjahr, dennoch stiegen die Buß- und Verwarnungsgelder auf rund 5,74 Millionen Euro, wie die Stadtverwaltung berichtet.



Auffällig bleibe vor allem die Entwicklung bei den Geschwindigkeitsverstößen: 112.980 Überschreitungen seien festgestellt worden, nahezu so viele wie 2024, aber deutlich mehr als noch 2023. In der Folge seien 12.675 Bußgeldbescheide erlassen und 407 Fahrverbote ausgesprochen worden. „Die Zahlen unterstreichen, wie wichtig konsequente Kontrollen für die Verkehrssicherheit sind“, betont Andreas Bauer, Dezernent für Bürgerdienste, Gesundheit, Brand- und Katastrophenschutz, Finanzen und Sport. „Unsere Messungen zeigen einmal mehr, dass Tempolimits nicht ausreichend beachtet werden.“

Zweifelhafte Rekorde


Der höchste gemessene Geschwindigkeitsverstoß habe 2025 bei 131 Stundenkilometern (km/h) auf der Heinrich-Nordhoff-Straße gelegen (bei erlaubten 50 km/h). Weitere extreme Überschreitungen seien unter anderem auf der Braunschweiger Straße (125 km/h) und der Wolfsburger Landstraße (121 km/h) festgestellt worden. Besonders kritisch sei auch ein Messwert von 83 km/h im Schlesierweg, wo lediglich 30 km/h zulässig sind. Die meisten Geschwindigkeitsverstöße seien auf der Braunschweiger Straße (14.462), der Heßlinger Straße (9.391) und der Berliner Brücke (8.109) gemessen worden.

Auch zahlreiche Rotlichtverstöße


Die stationären Anlagen am St.-Annen-Knoten hätten insgesamt 10.694 Geschwindigkeitsverstöße erfasst. Zudem seien dort 1.919 Rotlichtverstöße geahndet worden, in 133 Fällen sei nach einer Sekunde Rotlicht in die Kreuzung eingefahren worden. Daraus resultierten höhere Bußgelder einschließlich Fahrverbote. Bei den Parkverstößen habe die Stadt 33.364 Verfahren verzeichnet, womit das Niveau der Vorjahre in etwa gehalten worden sei. Rückläufig seien hingegen die Lkw‑Verstöße auf der Berliner Brücke: Nach 4.234 Anzeigen im Jahr 2024 seien 2025 noch 2.613 Verstöße festgestellt worden.

Weitere Zahlen zur Jahresstatistik gibt es hier.