Wolfsburg. In der Silvesternacht kam es im Stadtgebiet Wolfsburg zu mehreren Einsätzen. Besonders ein Vorfall forderte gleich mehrere Einsatzkräfte. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden dabei keine Personen verletzt.
Insgesamt habe sich das im Vorfeld erarbeitete Einsatzkonzept der Wolfsburger Polizei bewährt. Durch die verstärkte Präsenz und das koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte habe man schnell, angemessen und konsequent auf die jeweiligen Situationen reagieren können, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.
Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet
Im Bereich des Marktplatzes Westhagen zeigte die Wolfsburger Polizei mit Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei eine offene Präsenz und führte gezielte Kontrollen durch. Dabei wurde bei mehreren Jugendlichen Pyrotechnik festgestellt, die erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt ist. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Gegen die Minderjährigen wurden Platzverweise ausgesprochen sowie Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Bei einer weiteren Person stellten die Einsatzkräfte einen Pyrogegenstand sowie eine Schreckschusswaffe fest, für die keine erforderliche Erlaubnis vorlag. Auch diese Gegenstände wurden sichergestellt. Entsprechende Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.
Die Einsatzkräfte mussten unter anderem wegen unsachgemäßen Umgangs mit Pyrotechnik sowie ruhestörender Vorfälle tätig werden. Vermehrt erfolgten Meldungen, dass Personen oder Fahrzeuge gezielt mit Pyrogegenständen beschossen werden sollten. In den meisten Fällen konnten beim Eintreffen der eingesetzten Polizeibeamten keine Feststellungen getroffen werden. In einem Fall wurde ein Jugendlicher als Tatverdächtiger ermittelt. Es wurde eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gefertigt.
Neben mehreren in Brand geratenen Müllcontainern im Stadtteil Westhagen kam es gegen 1:30 Uhr in der Breslauer Straße zu einem vermutlich durch Pyrotechnik ausgelösten Brand auf einem Balkon. Dabei entstand leichter Sachschaden.
Streitigkeiten eskalierten
Gegen 5:30 Uhr kam es im Bereich des Kaufhofs zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, die sich im weiteren Verlauf zu einer körperlichen Auseinandersetzung entwickelte. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich schätzungsweise rund 120 Personen, zum Teil stark alkoholisiert, vor den dortigen Gaststätten auf. Aufgrund der unübersichtlichen Lage wurden mehrere Streifenwagen zur Örtlichkeit entsandt.
Männer kommen in Gewahrsam
Im Rahmen der Auseinandersetzung mussten vier Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren mittels einfacher körperlicher Gewalt in Gewahrsam genommen werden. In der Folge kam es zu Solidarisierungseffekten aus der umstehenden Personengruppe gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten. Durch das Hinzuziehen weiterer Einsatzkräfte konnte die Situation zunächst beruhigt werden. Kurze Zeit später griff ein 35-jähriger Mann einen Polizeibeamten tätlich an. Dabei wurde niemand verletzt. Der Mann leistete bei seiner anschließenden Ingewahrsamnahme erheblichen Widerstand und wurde der Polizeiwache zugeführt. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.
Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurden den im Bereich des Kaufhofs verbliebenen Personen Platzverweise erteilt. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgte unter Begleitung durch Polizeikräfte. Im Laufe des Vormittags wurden alle in Gewahrsam genommenen Personen entlassen. Entsprechende Verfahren wurden eingeleitet und Kostenrechnungen gefertigt.

