Stadt gründet Integrationsbeirat und sucht dafür Mitglieder

Neues Gremium soll Perspektiven von Menschen mit Migrationsgeschichte stärker in kommunale Entscheidungsprozesse einbringen.

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Symbolbild | Foto: Magdalena Sydow

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Wolfsburg. Mitgestalten. Mitreden. Mitbewegen: Unter diesem Motto wird die Stadt Wolfsburg laut einer Pressemitteilung einen Integrationsbeirat gründen. Das Gremium soll Politik und Verwaltung in Fragen der Integrationspolitik beraten und dazu beitragen, Teilhabe, Chancengleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter zu stärken. Ab sofort können sich Interessierte für die Mitarbeit bewerben. Voraussetzung dafür ist, dass die Personen über 18 Jahre alt sind, seit mindestens sechs Monaten in Wolfsburg leben, sich für Vielfalt, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen möchten und eigene Erfahrungen oder Berührungspunkte mit den Themen Migration, Integration oder Teilhabe mitbringen. Besonders wichtig ist dabei, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen, Berufswege und Lebenserfahrungen im Gremium vertreten sein werden.



„Wolfsburg ist eine Stadt, die vom Miteinander lebt. Entscheidend ist, dass möglichst viele Menschen die Möglichkeit haben, sich einzubringen und unsere Stadt mitzugestalten. Der Integrationsbeirat kann dazu beitragen, neue Stimmen einzubeziehen, den Austausch zu stärken und gemeinsam gute Ideen für Wolfsburg zu entwickeln. Ich freue mich über alle, die sich dabei engagieren möchten“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

Wolfsburg lebt von seiner Vielfalt


„Wolfsburg lebt von seiner Vielfalt. Mit dem Integrationsbeirat schaffen wir eine feste Struktur, um die vielfältigen Erfahrungen und Perspektiven der Wolfsburger Stadtgesellschaft noch stärker in die kommunale Arbeit einzubeziehen“, erklärt Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales. „Beteiligung lebt davon, dass Menschen ihre Sichtweisen einbringen und gehört werden. Diesen vielen Sichtweisen möchten wir nun eine größere Bühne geben.“


Der Integrationsbeirat wird als unabhängiges, überparteiliches und beratendes Gremium eingerichtet. Er soll die Stadt Wolfsburg in Fragen der Integrationspolitik beraten, die Interessen von Menschen mit Migrationsgeschichte sichtbar machen und Impulse für die Weiterentwicklung des städtischen Integrationskonzeptes geben. Dabei soll der Beirat sowohl lebensweltliche als auch fachliche Perspektiven zusammenführen. Durch den regelmäßigen Austausch mit Politik und Verwaltung können integrationsrelevante Themen frühzeitig aufgegriffen und unterschiedliche Sichtweisen in kommunale Planungen einbezogen werden. Darüber hinaus soll der Integrationsbeirat dazu beitragen, Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten für Menschen mit internationaler Geschichte dauerhaft weiterzuentwickeln.

International geprägter Industriestandort


Vorgesehen ist eine Zusammensetzung aus Vertretern mit Migrationsgeschichte und Vertretern relevanter Organisationen aus den Bereichen Migration und Teilhabe. Ergänzt wird der Beirat durch beratende Mitglieder aus der Verwaltung. Die Mitglieder des Integrationsbeirats arbeiten ehrenamtlich.


Als international geprägter Industriestandort ist Wolfsburg seit Jahrzehnten durch Zuwanderung geprägt. Rund 44,8 Prozent der Wolfsburger haben eine Migrationsgeschichte. Bei Kindern und Jugendlichen liegt der Anteil bei rund 63 Prozent. Diese Vielfalt prägt die Stadtgesellschaft und ist ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Entwicklung Wolfsburgs.

Interessierte können bis zum 20. November eine Interessensbekundung beim Integrationsreferat der Stadt Wolfsburg unter 05361/282672 sowie auf wolfsburg.de/integrationsbeirat abgeben.

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