Stadtwerke verleihen Innovationspreise

Die Auszeichnung soll Nachwuchsakademiker mit dem Schwerpunkt Digitalisierung fördern.

v.l.: Sabrina Lampe (Stadtwerke Wolfsburg) und Prof. Dr. Tamás Kurczveil (Ostfalia Hochschule) stellten den Studierenden am 25.11.2022 den Innovationspreis vor.
v.l.: Sabrina Lampe (Stadtwerke Wolfsburg) und Prof. Dr. Tamás Kurczveil (Ostfalia Hochschule) stellten den Studierenden am 25.11.2022 den Innovationspreis vor. Foto: DIGIT/Scholz

Wolfsburg. Um innovative und kreative Ideen in Sachen digitale Transformation zu fördern, vergeben die Stadtwerke in Kooperation mit dem "Center for Digital Technologies" im Frühjahr 2023 erstmals einen "Innovationspreis". Mit dem Preis soll ein Studierendenteam aus dem Studiengang "Digital Technologies", einem gemeinsamen Studiengang der Ostfalia Hochschule und TU Clausthal, für das innovativste interdisziplinäre Digitalisierungsprojekt mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro prämiert werden, teilten die Stadtwerke am heutigen Dienstag mit.


Gemeinsam mit einem nationalen und internationalen Partnernetzwerk entwickelten die Stadtwerke digitale Produkte, Dienste und Prozesse, von denen die Menschen in Wolfsburg, aber auch in der Region Wolfsburg-Braunschweig und darüber hinaus profitieren sollen, hieß es. Die Ausschreibung und Vergabe des Innovationspreises der Stadtwerke sei vor diesem Hintergrund als Anreiz zu sehen, Potentiale für neue Ideen und digitale Geschäftsmodelle ausfindig zu machen. "Mit dem Innovationspreis möchten wir die vorhandene Innovationskraft niedersächsischer Hochschulen mit Schwerpunkt Digitalisierung weiter fördern", sagte Sabrina Lampe, Teamleiterin Unternehmensentwicklung und Kommunikation bei den Stadtwerken. "Vor allem praxisnahe Forschungsaktivitäten sollen künftig noch schneller für eine praktische Umsetzung in der Wirtschaft verfügbar gemacht werden." Dabei wolle man insbesondere das Engagement junger Menschen würdigen, so Lampe. "Mit ihren neuen unverbrauchten und frischen Ideen gestalten sie die Entwicklung effizienter, schneller und neuartiger digitaler Anwendungen, Services und Infrastrukturen aktiv mit."

Studiengang sucht nach Lösungen für Gewässermonitoring und künstliche Intelligenz


Den digitalen, nachhaltigen Wandel industrieller Prozesse voranzutreiben, sei eines der Hauptziele des gemeinsamen Studienprogramms der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und Technischen Universität Clausthal "Digital Technologies", hieß es. Das Herzstück des anwendungsorientierten Informatik-Studiengangs bildeten die interdisziplinären Digitalisierungsprojekte, in denen kleine Teams aus Bachelor- und Masterstudierenden gemeinsam praxisrelevante Fragestellungen zur Digitalisierung bearbeiten würden. "In unserem Studiengang Digital Technologies erarbeiten unsere Studierenden jedes Semester in Gruppen innovative und nachhaltige Lösungen für Gesellschaft und Industrie", sagte Tamas Kurczveil, Professur Digitalisierung und neue Mobilität an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Einigen Gruppen sei mit ihren Ideen bereits der Schritt in die Unternehmensgründung gelungen. "Es freut mich, dass der Einsatz der besten Gruppe in diesem Semester mit dem Studienpreis der Stadtwerke Wolfsburg gewürdigt wird", so Kurczveil. Gesucht würden beispielsweise Lösungen für das innerstädtische Parken, digitalisiertes Gewässermonitoring oder für einen praxistauglichen Umgang mit größeren Datenmengen aufgrund der Einführung von digitalen Dienstleistungen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz, hieß es weiter.

Der Studiengang "Digital Technologies" wurde im Jahr 2019 ins Leben gerufen und seitdem als kooperativer Informatik-Studiengang von der Ostfalia Hochschule und TU Clausthal angeboten. Das Studienprogramm zeichnet sich durch seinen hohen Praxisanteil von einem Drittel des Studienumfangs aus. In seinem innovativem Mix aus den Fächern der Informatik, den sechs Anwendungsgebieten (Autonome Systeme, Circular Economy und Umwelttechnik, Digitale Transformation, Energie, Industrie 4.0, Mobilität) sowie den interdisziplinären Digitalisierungsprojekten zu gleichen Teilen werden hier "Digitalisierungsspezialisten" ausgebildet. Die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit würden dabei eine zentrale Rolle einnehmen, hieß es. Das Studienprogramm umfasst derzeit einen Bachelor- und Masterstudiengang und ist auch als Studium mit Praxiskooperation in Unternehmen der Region möglich.


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