Wolfsburg. Am Samstagnachmittag kam es im Allerpark vor dem Bundesligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SV Werder Bremen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Zehn Anhänger von Werder Bremen wurden vorläufig festgenommen, teilt die Polizei in einer Presseinformation mit.
Etwa 45 Minuten vor Spielbeginn versuchte ein Gästefan, einen nicht zugelassenen Gegenstand ins Stadion zu bringen. Als Ordner ihn aufhielten, solidarisierten sich andere Bremer Anhänger und griffen die Ordner an. Drei von ihnen wurden verletzt. Fünf Gästefans wurden von den Ordnern festgehalten, bis die Polizei eingriff.
Polizeieinsatz und Festnahmen
Die Polizei musste in den Vorfall eingreifen und nahm insgesamt zehn Personen vorläufig fest. Dabei kam es zu mehreren Fällen von unmittelbarem Zwang. Drei Polizeibeamte wurden bei den Auseinandersetzungen leicht verletzt, konnten aber weiter im Dienst bleiben.
Die Bremer Fanszene entschied sich, den Gästeblock zu verlassen und auf der Treppe im Ausgangsbereich zu verweilen. Ihnen war es jederzeit möglich, den Block zu betreten und das Spiel zu verfolgen. Um weitere Konflikte zu vermeiden, sicherte die Polizei den Bereich zunächst ab. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden die Festgenommenen entlassen.
Beim Verlassen des Stadiongeländes erkannte die Polizei einen Tatverdächtigen eines tätlichen Angriffs und nahm ihn vorläufig fest. Auch hier kam es zum Einsatz von unmittelbarem Zwang. Nach der Feststellung der Personalien wurde der Verdächtige entlassen und die Fanszene setzte ihren Weg zum Hauptbahnhof fort. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Widerstand ein.

