Zukunft der Automobilindustrie: Bürgermeister-Bündnis mit klarem Appell

Unter anderem Wolfsburgs Oberbürgermeister Dennis Weilmann fordert eine zügige Umsetzung der deutsch-französischen Verständigung in Sachen Technologieoffenheit.

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Wolfsburg. Die Oberbürgermeister von Stuttgart, Wolfsburg, Saarbrücken und Friedrichshafen begrüßen die Verständigung von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zur Zukunft der europäischen Automobilindustrie. Die vier Köpfe der Initiative "Bürgermeister für einen starken Automobilstandort" sehen darin eine Bestätigung der Forderung des Bürgermeisterbündnisses nach mehr Technologieoffenheit. Das teilt die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung mit.



Die Oberbürgermeister fordern die Bundesregierung auf, die zügige Umsetzung der deutsch-französischen Verständigung in verbindliche europäische Entscheidungen entschlossen voranzutreiben. Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Dennis Weilmann, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg, Simon Blümcke, Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen, und Uwe Conradt, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Saarbrücken, erklären gemeinsam:

Der Appell der Oberbürgermeister


„Wir begrüßen, dass Deutschland und Frankreich gemeinsam ein wichtiges Signal setzen für die Zukunft der europäischen Automobilindustrie. Der Verständigung von Bundeskanzler Merz und Staatspräsident Macron müssen jetzt endlich verbindliche europäische Entscheidungen folgen. Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten im Rat müssen das Automotive Package und den Industrial Accelerator Act unverzüglich voranbringen. Die Unternehmen, Beschäftigten und Kommunen brauchen noch in diesem Jahr klare und verlässliche Entscheidungen. Investitions-, Produkt- und Standortentscheidungen werden jetzt getroffen. Weitere Verzögerungen gefährden industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland und Europa.“


Es geht um Arbeitsplätze


Die vier Oberbürgermeister erwarten von der Bundesregierung, dass sie die Perspektive der betroffenen Standorte der Automobilwirtschaft in die weiteren politischen Entscheidungen einbezieht. Denn die Folgen industriepolitischer Entscheidungen sind in den betroffenen Städten unmittelbar spürbar. Es geht um Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze, Investitionen und die wirtschaftliche Zukunft ganzer Regionen.

Die Initiative "Bürgermeister für einen starken Automobilstandort" ist ein Bündnis von Städten mit bedeutenden Standorten der Automobil-, Zuliefer- und Mobilitätsindustrie. Sie bringt die Perspektive der Städte ein, in denen die industrielle Transformation unmittelbar stattfindet. Dort befinden sich Produktionswerke, Zulieferbetriebe sowie Forschungs- und Entwicklungsstandorte. Dort leben die Beschäftigten und ihre Familien und dort werden die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen industriepolitischer Entscheidungen spürbar. Ziel der Initiative ist es, die Transformation der Mobilitätsindustrie erfolgreich zu gestalten und industrielle Wertschöpfung, Innovation, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa zu sichern.

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