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Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsens Krankenhäusern so hoch wie nie



Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsens Krankenhäusern so hoch wie nie

Die neue Omikron-Untervariante BA2 lässt die Infektionszahlen in die Höhe steigen. Auch die bereits erfolgten Lockerungen werden als Grund für die hohen Zahlen gesehen.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

Niedersachsen. Seit Anfang März nimmt das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen täglich zu. Die 7-Tage-Inzidenz hat mit 1.487,6 eine bisher nie dagewesene Höhe erreicht. Und auch wenn die Omikron-Variante in den meisten Fällen keinen schweren Verlauf nach sich ziehe, wirke sich die Entwicklung auch auf die Krankenhäuser aus, berichtete Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabes der Niedersächsischen Landesregierung, am heutigen Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz.



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Schröder benannte zwei Faktoren für den derzeitigen Anstieg. Zum einen die Omikron-Untervariante BA2, die noch ansteckender sei und sich aktuell als dominante Form des Virus durchsetze. Zum anderen die bereits erfolgten Lockerungen. In der Altersgruppe zwischen 12 und 39, in der man besonders viele soziale Kontakte pflege, lägen die Inzidenzen über 2.000.



Omikron hat Über-60-Jährige erreicht


Allerdings habe Omikron inzwischen auch die Altersgruppe der Über-60-Jährigen erreicht. Hier habe sich die Inzidenz seit Januar verdreifacht. Zwar seien in dieser Gruppe über 90 Prozent vollständig geimpft und über 80 Prozent geboostert, der verbleibende und von schweren Verläufen besonders bedrohte Teil sei aber immer noch groß genug, um für das Gesundheitssystem für Probleme zu sorgen.


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Die aktuelle Welle wirke sich in jedem Fall schon auf die Krankenhäuser aus. Die niedersachsenweite Hospitalisierungsinzidenz liege mit 13,8 so hoch wie nie zuvor. Auch die Intensivbettenbelegung mit Personen, die mit Covid infiziert sind, ist in den letzten Wochen gestiegen. Mit 6,3 Prozent ist der Wert aber noch nicht im kritischen Bereich. Problematisch sei eher, dass durch Personalengpässe, die auch durch Corona-Infizierte verschärft werden, weniger Intensivbetten zur Verfügung stehen. Laut Claudia Schröder werde die Situation in den Krankenhäusern spätestens dann kritisch, wenn sich die Hospitalisierungsinzidenz dem Wert 20 nähere. Daher wolle man diesen auch bei einer möglichen Anwendung der Hotspot-Regelung heranziehen.


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