Zahl der Krankschreibungen in Niedersachsen deutlich zurückgegangen

Die Zahl der gemeldeten Atemwegsinfekte ist um 90 Prozent rückläufig, berichtet die AOK.

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Symbolfoto | Foto: Anke Donner

Niedersachsen. Nach Rekord-Krankenständen Ende 2022, hat sich die Lage in Niedersachsen im zweiten Quartal dieses Jahres wieder entspannt. Darüber informiert die AOK Niedersachsen in einer Pressemeldung.



„Die extrem hohen Fallzahlen im vergangenen Winter waren insbesondere durch Atemwegserkrankungen geprägt. Hier verzeichnen wir aktuell 90 Prozent weniger Erstkrankschreibungen“, so AOK-Vorstandschef Dr. Jürgen Peter.

Atemwegsinfekte aktuell auf Tiefstand


Nach 64.253 Erstkrankschreibungen wegen Atemwegsinfekten und Grippe in der zweiten Dezemberwoche 2022 und erneut fast 35.000 Anfang März dieses Jahres, gab es diese Diagnose Ende Juni nur noch bei 6.700 erwerbstätigen Versicherten der AOK Niedersachsen.

Häufigkeit von Corona sinkt 2023


War das Jahr 2022 noch von Corona-Wellen geprägt, geht die Häufigkeit von Krankschreibungen aufgrund einer Corona-Erkrankung in diesem Jahr weiter merklich zurück. Die Anzahl der Erstkrankschreibungen wegen Corona lag Mitte März bei 6.100 Fällen und reduzierte sich weiter auf aktuell 203 Fälle Ende Juni. Zusammen hatten Atemwegsinfekte und Corona im Dezember zu 45 Prozent aller Krankschreibungen geführt. Aktuell sind sie auf 13 Prozent zurückgegangen.

Für die Analyse wurden alle Erstkrankschreibungen der bei der AOK Niedersachsen versicherten Erwerbstätigen in den jeweiligen Kalenderwochen ausgewertet. Rund 1,2 Millionen Versicherte der AOK sind erwerbstätig, das entspricht einem Anteil von zirka 41 Prozent. Kurzzeitige Erkrankungen ohne Arztkontakt sind nicht in den Daten enthalten.