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Zahl der Sexualdelikte im Jahr 2015 leicht gestiegen



Goslar

Zahl der Sexualdelikte im Jahr 2015 leicht gestiegen

von Anke Donner


Die Anzahl der Sexualdelikte im Landkreis Goslar ist im Jahr 2015 leicht gestiegen. Symbolfoto: Anke Donner
Die Anzahl der Sexualdelikte im Landkreis Goslar ist im Jahr 2015 leicht gestiegen. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Landkreis. Wie die Polizei kürzlich in der Kriminalstatistik für dem Landkreis Goslar bekannt gab, ist die Anzahl der Sexualdelikte mit 113 Fällen im Jahr 2015 um vier Fälle gestiegen.

Wie Oliver Grotha, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, berichtete, konnte die Aufklärungsquote bei den Sexualdelikten weiter gesteigert werden und lag im Jahr 2015 bei 95 Prozent. Von 113 Fällen konnten 108 aufgeklärt werden. Bei der Polizei wurden 22 Vergewaltigungen angezeigt, die zu 95 Prozent aufgeklärt werden konnten. Gruppenvergewaltigungen sind im Jahr 2015 nicht bekannt geworden. Fälle von sexuellen Übergriffen, Nötigungen, Belästigungen und „Antanzen“ durch Flüchtlinge sind im Landkreis Goslar nicht festgestellt worden, versicherte Goslars Polizeichefin Petra Krischker.


Beim sexuellen Missbrauch von Kindern stiegen die Fallzahlen von 31 auf 34 Fälle. 97 Prozent dieser Delikte wurden aufgeklärt. Auch hier gab es eine Anstieg der Aufklärungsquote. Überwiegend lag den Taten eine Täter-Opfer-Vorbeziehung im nahen Umfeld zugrunde. „Wenn es auch nicht in jedem Fall eine vollendete Vergewaltigung war, so ist jeder einzelne Fall sehr schlimm und wird zur Anzeige gebracht“, betonte Grotha während der Vorstellung der Fallzahlen. Besonders hebt er hier einen Fall aus dem vergangenen Jahr hervor, der für den Täter am Ende in einer langen Haftstrafe endete.

Goslarer muss sechs Jahre in Haft


Am 28.Januar 2015 konnte nach langwierigen und umfangreichen Ermittlungen und Auswertungen ein amtsbekannter 50-jähriger Mann aus Goslar in Untersuchungshaft genommen werden. Er war bereits seit Jahren Proband im K.U.R.S.-Programm (Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern). Dieses K.U.R.S.-Programm hat ihn allerdings nicht davon abgehalten, weiterhin kinderpornographische Abbildungen zu besitzen und in Tauschforen zu verbreiten. Wegen des Besitzes und der Verbreitung von kinderpornographischen Bildern im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern wurde der Mann im Oktober 2015 zu einer Haftstrafe von 6 Jahren und 9 Monaten verurteilt.


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