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Zentrale Flüchtlingsunterkunft nimmt Form an



Wolfenbüttel

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Zentrale Flüchtlingsunterkunft nimmt Form an

von Max Förster


Hier entsteht ein Gemeinschaftsraum. Fotos: Max Förster Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Seit knapp vier Wochen befinden sich auf dem ehemaligen Hockeyplatz an der Langen Straße die zahlreichen Container, die Platz für etwa 200 bis 220 Flüchtlinge bieten sollen. Jetzt beginnen die Maßnahmen zum Innenausbau. In einem Gespräch mit Bürgermeister Thomas Pink erfuhr RegionalWolfenbüttel.de Einzelheiten zum Bau und Informationen über das weitere Vorgehen. Die komplette Errichtung der zentralen Unterkunft ist mit Kosten in Höhe von vier Millionen Euro verbunden.

Bei den kürzlich bekanntgegeben Zahlen stehen Stadt und Länder vor einem Projekt "nationalen Ausmaßes", so Pink. Bis Ende des Jahres müsse mit der Ankunft von zirka 400 bis 420 Flüchtlingen gerechnet werden. Die Errichtung dieser zentralen Flüchtlingsunterbringung sei notwendig gewesen, um diese weitaus höher als ursprünglich erwartete Flüchtlingszahl zu koordinieren, denn "der Wohnungsmarkt ist endlich", sagte der Bürgermeister. So mussten bisher schon Flüchtlinge in Ferienwohnungen, in Hotels und Pensionen untergebracht werden. Der zentrale Anlaufpunkt diene jedoch nicht auf Dauer als fester Wohnplatz. Ziel sei es weiterhin, eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge umzusetzen, so Thomas Pink.

Der Innenausbau ist in vollem Gange


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Die Innenräume nehmen Gestalt an. Foto:



Nachdem bereits Asphalt gelegt und die Container an ihre Position gestellt wurden, sind nun die Maßnahmen zum Innenausbau in vollem Gange. Es gilt, die "nackten" Container nun wohnlich herzurichten, damit man gut dort leben kann. Derzeit werden die benötigte Elektrik und die Brand-, Abwasser-, und Sanitäranlagen installiert. Die zu bewohnenden Zimmer selbst haben eine Größe von 18 Quadratmetern, in denen jeweils, getrennt nach den Geschlechtern, zwei Personen hausen werden. Zudem werden auf jeder Etage Gemeinschaftsräume errichtet, die als Begegnungs- und Freizeitstätte dienen sollen. Um eine Koordinierung vor Ort zu gewährleisten, werden auch Büroräume vorhanden sein.
Neben dem Innenausbau wird auch das Außengelände eine Verschönerung erfahren. Zum einen sollen die Container mit Satteldächern versehen werden. Dies werte die Baukästen nicht nur optisch auf, sondern sorgt zusätzlich für Schutz vor den häufig wechselnden Wetterlagen. Zum anderen werden die benachbarte Grünanlage und auch der Innenhof ausgebaut.

In einem Interview mit RegionalWolfenbüttel.de fasst Thomas Pink die Situation zusammen und bezieht gleichzeitig Stellung zur Entscheidung der Gemeinnützige Wohnstätten eG, freistehende Wohnungen zunächst nicht für die Unterbringung der Flüchtlinge freizugeben (RegionalWolfenbüttel.de berichtete).


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