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"Zoffhochburg" - In Wolfenbüttel wird immer häufiger gestritten

von Eva Sorembik


Die Streitquote liegt in Wolfenbüttel bei 26,7 Prozent. Symbolfoto: Thorsten Raedlein
Die Streitquote liegt in Wolfenbüttel bei 26,7 Prozent. Symbolfoto: Thorsten Raedlein

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21.02.2018

Wolfenbüttel. Die Deutschen streiten gerne - und immer häufiger. Das geht aus dem Streitatlas der Advocard Rechtsschutzversicherung hervor. Besonders streitlustig sind Delmenhorster mit knapp 34 Streitfällen pro 100 Einwohner. Der Landkreis Wolfenbüttel liegt mit einer Intensität von 26,7 Streitfällen pro 100 Einwohnern im Mittelfeld.



Ausgewertet hat die Rechtsschutzversicherung nach eigenen Angaben 1,7 Millionen Fälle aus dem Jahr 2016. Dabei fällt auf das sowohl deutschlandweit als auch in unserer Region häufiger gestritten wird als noch vor zwei Jahren. Waren es 2014 im Bundesdurchschnitt noch 22,3 Streitfälle pro 100 Einwohner, stieg die Zahl der Streitfälle im Jahr 2016 auf 25,1 an.

Wolfenbüttel liegt mit einer Streitquote von 26,7 Prozent (2014: 25,2 Prozent) leicht über dem Bundesdurchschnitt und ist neben Salzgitter (26,4 Streitfälle pro 100 Einwohner) die "Zoffhochburg"der Region. Zum Vergleich: Im "friedlichsten" Landkreis der Region, Helmstedt, schlagen nur 21,7 Streitfälle pro 100 Einwohner zu Buche. Tendenz sinkend.

Warum streiten die Wolfenbütteler?


Doch warum kommt es so häufig zum Zoff? Auf Platz eins der Streitgründe steht sowohl deutschlandweit als auch in Wolfenbüttel das Privatleben. In 50,2 Prozent der Fälle kommt es bei den Wolfenbüttelern laut der Studie zum Krach in Familienangelegenheiten wie Scheidung und Trennung, zu Erbstreitigkeiten und Ärger bei Reisemängeln. An zweiter Stelle liegen Streitigkeiten im Straßenverkehr (22,8 Prozent). Aber auch Ärger im Job und Nachbarschaftsstreitigkeiten im Bereich „Mieten und Wohnen“ beschäftigen die "Streithähne".

Bei fast jedem dritten Streit geht es um Streitwerte über 2.000 Euro. Außerdem werden die Wolfenbütteler immer streitlustiger: Laut des Streitatlases dauern 44,2 Prozent der Fälle länger als ein Jahr.


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