Helmstedt

Zu Ehren von Friedrich „Fritz“ Brandes: Gedenktafel in Wendhausen aufgestellt

Friedrich Brandes sei 1895 in Wendhausen geboren worden und starb dort 1946 auch. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er der erste Landrat des Landkreises Braunscheig.

Zu Ehren von Fritz Brandes: Enkel Jörg Brandes, Bürgermeister Andreas Busch, stellvertretender Ortsbürgermeister Heinz-Gerhard Prenzel, Enkelin Brigitte Bothe, Anna Lamprecht (Braunschweigische Landschaft), Initiator Uwe Otte und der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Glogowski bei der Enthüllung der Gedenktafel.
Zu Ehren von Fritz Brandes: Enkel Jörg Brandes, Bürgermeister Andreas Busch, stellvertretender Ortsbürgermeister Heinz-Gerhard Prenzel, Enkelin Brigitte Bothe, Anna Lamprecht (Braunschweigische Landschaft), Initiator Uwe Otte und der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Glogowski bei der Enthüllung der Gedenktafel. Foto: Gemeinde Lehre

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09.10.2020

Lehre. Die Gemeinde Lehre hat eine neue Gedenktafel. Am Tag des 125. Geburtstags von Friedrich „Fritz“ Brandes wurde zu Ehren des ersten Landrats im Landkreis Braunschweig eine Gedenkstelle vor der ehemaligen Verwaltungsstelle und der heutigen Heimatstube in Wendhausen aufgestellt. Dies teilt die Gemeinde Lehre in einer Pressemitteilung mit.



Friedrich Brandes sei 1895 in Wendhausen geboren worden und starb dort 1946 auch. Zu Lebzeiten habe er dort auch die Schrecken der Nazi-Herrschaft hautnah miterlebt: „Er litt unter den Nazis, wurde in Schutzhaft genommen, er wurde misshandelt und er wurde politisch kalt gestellt“, betonte Busch in seiner Rede. Hierbei habe er auch an den 2018 gegründeten Arbeitskreis „Erinnerung“, der sich Gedanken macht, wie eine Erinnerungskultur in der Gemeinde Lehre aussehen kann, erinnert. „Wichtig ist allen Beteiligten, auch die positiven Beispiele aus dieser Zeit zu zeigen. Menschen eben, wie Friedrich Brandes einer war“, so Busch. Denn der überzeugte Sozialdemokrat, der nach dem Zweiten Weltkrieg 1. Landrat des Landkreises Braunschweig wurde, sann nie auf Rache. „Er hat stattdessen die Kraft, die er noch hatte, dafür genutzt, Menschen zu helfen, die sich nicht selber helfen können“, betonte Gerhard Glogowski.

„Ich bin einfach nur froh, dass Fritz Brandes zurück ist – mitten im Ort, genau da, wo er gekämpft und sich eingebracht hat“, betonte Uwe Otte, der bereits mehr als zehn Jahre für diese Gedenktafel gekämpft habe. Die Kosten für die Tafel habe die Braunschweigische Landschaft getragen und dann an die Gemeinde gespendet.


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