Zug nach Hannover fährt bald halbstündlich

13. Februar 2018
Von Braunschweig fährt der Zug nach Hannover bald halbstündlich. Foto: Archiv/Alexander Panknin
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Braunschweig. Mehr Geld für den Regionalverband Großraum Braunschweig – mehr Angebote für die Fahrgäste. Im Dezember dieses Jahres soll nun der nächste, ganz große Sprung erfolgen: Braunschweig und Hannover werden an Werktagen (Montag bis Samstag) im Halbstundentakt verbunden, erklärt Detlef Tanke, Vorsitzender des Regionalverband Großraum Braunschweig.

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Zwischen den 60 Kilometer voneinander entfernten Großstädten Braunschweig und Hannover gibt es die stärksten Pendlerbeziehungen im Großraum Braunschweig, erläutert Verbandsdirektor Hennig Brandes. Durch die Einführung eines halbstündigen Verkehrsangebotes ab Dezember 2018 sollen künftig noch deutlich mehr Autofahrer auf den Zugverkehr umsteigen.

Bereits heute nutzen knapp 20.000 Fahrgäste werktäglich den Zugverkehr auf dieser Strecke. Dessen Anteil am Gesamtverkehrsaufkommen soll mit dem Halbstundentakt nochmals gesteigert werden. Auch die Mittelzentren Peine und Lehrte erhalten durch die Taktverdichtung ein weiter verbessertes Angebot im Nahverkehr. Pendeln mit dem öffentlichen Nahverkehr zwischen dem Großraum Braunschweig und der Region Hannover werde noch attraktiver, betont Brandes.

Unterstützung für EMIL

Montags bis freitags verkehren bereits seit Betriebsaufnahme des sogenannten EMIL-Netzes im Dezember 2015 zur Verdichtung in der Hauptverkehrszeit zusätzlich zum Stundentakt drei Fahrten morgens Richtung Hannover und nachmittags in Richtung Braunschweig. Ab Dezember 2018 soll nun die Anzahl der Verstärkerfahrten nahezu auf einen 30-Minuten-Takt (Montag bis Samstag) erweitert werden, wodurch sich das Angebot fast verdoppelt.

Erbracht wird dieses halbstündige Angebot von der WestfalenBahn im Rahmen des bestehenden Verkehrsvertrages.
Bevor dieses Angebot endgültig in Kraft treten kann, gilt es noch weitere Verhandlungen mit der WestfalenBahn sowie den Eisenbahninfrastrukturunternehmen DB Netz AG und DB Station&Service AG zu führen. Hier sind noch nicht alle finanziellen Hindernisse aus dem Weg geräumt. Außerdem müssen auch die übrigen Aufgabenträger Landesnahverkehrsgesellschaft, Region Hannover und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe zustimmen. Brandes ist zuversichtlich, dass diese Verhandlungen in den nächsten Monaten zu einem guten Ende gebracht werden.

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