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Zuhause bleiben ohne Symptome? Quarantäneverordnung soll auf den Prüfstand



Zuhause bleiben ohne Symptome? Quarantäneverordnung soll auf den Prüfstand

Das Robert-Koch-Institut soll neu bewerten, wie mit Infizierten und Kontaktpersonen umzugehen ist.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: pixabay

Niedersachsen. Derzeit gehen die Infektionszahlen niedersachsenweit und vor allem in unserer Region durch die Decke. Doch diese nackten Zahlen sagen nichts darüber aus, ob und wie schwer diese Menschen erkrankt sind. Gerade bei der aktuell grassierenden Omikronwelle gebe es auch viele Fälle mit wenigen bis gar keinen Symptomen. Ob diese wirklich immer zuhause bleiben müssen, soll nun das Robert-Koch-Institut überprüfen. Im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz am gestrigen Montag hätten diese einstimmig den Beschluss gefasst, dass die Absonderungsverordnung überdacht werden solle. Dies teilte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens am heutigen Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz mit.



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Durch die vielen Infektionen gebe es in allen Bereichen der Wirtschaft einen hohen Krankenstand. Im Pflegebereich sei dieser nur besonders hoch, weil hier häufiger und regelmäßig getestet werde, erklärte Behrens. Dies führe nun dazu, dass es einerseits Personalprobleme gebe, andererseits Menschen ohne Symptome zuhause sitzen müssten. "Das Robert-Koch-Institut soll daher neu bewerten, wie mit Infizierten und Kontaktpersonen in dieser Phase der Pandemie umzugehen ist", betonte die Ministerin. Man strebe hier eine bundesweit einheitliche Regelung an.



Anstieg bis Ostern erwartet


Warum gerade in Niedersachsen die Zahlen der Neuinfektionen so hoch sind - bundesweit die viertgrößte Inzidenz - begründete Behrens mit der neuen, noch ansteckenderen Omikron-Untervariante BA2. Diese habe Niedersachsen etwas später erreicht als die nördlichen Nachbarländer und sei hier genau auf den Scheitelpunkt der BA1-Variante getroffen. Bis Ostern rechne man mit einem weiteren Anstieg der Zahlen. Auch im Sommer werde das Infektionsgeschehen voraussichtlich nicht so weit zurückgehen wie im letzten Jahr.

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