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Zukunftsprofil Landkreis: Potentiale erkennen und Visionen verwirklichen

von Anke Donner



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02.10.2014


Landkreis. Nach dem Zukunftsprofil Innenstadt soll es nun auch auf Landkreisebene ein Zukunftsprofil geben. Damit möchte sich der Landkreis für die Zukunft rüsten und stärken. Auch hier soll es einen Bürger-Beteiligungsprozess geben.





Christoph Braun, Julia Eidam, Christiana Steinbrügge, Astrid Elisat und Heike Bartels stellten das Projekt vor und sind Ansprechpartner. Foto: Anke Donner)


Ein "Zukunftsprofil für den Landkreis Wolfenbüttel“. Unter dieser Überschrift startet in Kürze im Landkreis Wolfenbüttel ein breit angelegter Prozess, in den möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner einbezogen werden sollen. Ein Etat von 50.000 Euro stehe dafür bereit. 


Mit Hilfe einer Umfrage, sowie acht Gemeinde-Konferenzen erstellt der Landkreis Wolfenbüttel in den kommenden Wochen und Monaten ein Zukunftsprofil. "So wollen wir herausfinden, wer wir sind und was unsere Stärken und Schwächen sind. Wir wollen Perspektiven sammeln und Projekte entwickeln und schauen, wo es für den Landkreis zukünftig langgeht", so Landrätin Christiana Steinbrügge. Anlässlich des demographischen Wandels sei es dringend erforderlich zu wissen, wo man stehe und vor allem: Welche Zukunftsaussichten auch Erfolg bringen könnten. 


Zu den Themenbereichen wie Gesundheit und Mobilität, Bildung und Kultur, Arbeit und Wirtschaft, Umwelt und Freizeit hat die Agentur „just be“ im Auftrag des Landkreises Expertinnen und Experten interviewt, sowie mit den Hauptverwaltungsbeamtinnen und Hauptverwaltungsbeamten gesprochen. Jetzt suchen Landrätin Christiana Steinbrügge und alle am „Zukunftsprofil“ Beteiligten das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern. "Ich freue mich schon sehr auf die Gespräche und bin gespannt, was die Menschen so zu berichten haben", freut sich die Landrätin. 





Im Internet können die Bürger einen Fragebogen zum Projekt ausfülle und ihre Meinung äußern. Foto:


Gemeindekonferenzen sollen Bürger einbeziehen


Im ersten Schritt wird am 8.Oktober eine Umfrage auf der Internetseite des Landkreises freigeschaltet. Dort können alle Bürgerinnen und Bürger selbst erzählen, wo sie die Schwächen, aber eben auch die Stärken des Landkreises sehen.


Außerdem finden von Oktober bis Januar insgesamt acht Gemeindekonferenzen im Landkreis statt. Den Auftakt macht die Konferenz am Mittwoch, 8. Oktober im Rathaussaal in Schöppenstedt: In Form eines World Cafés, in dem Bürgerinnen und Bürger an Themen-Tischen zusammenkommen, um beispielsweise über die Zukunft von Bildung und Kultur oder die Perspektiven der Beschäftigung im Landkreis diskutieren.


In den nun beginnenden Gemeindekonferenzen möchte der Landkreis mit seinen Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog gehen , um eine gemeinsame Richtschnur für künftiges Handeln zu entwickeln.



Weitere Konferenzen sind geplant in den Samtgemeinden Asse (16. Oktober 2014, 19 Uhr, Gasthof Zur Linde, Leipziger Straße 10, Semmenstedt), Sickte  ((17. November 2014, 19 Uhr, Mensa Haupt- und Realschule, Schulweg 2),  Cremlingen (21. Januar 2015, 19 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Gardessen, Am Sandbach 15), Baddeckenstedt (9. Dezember 2014, 19 Uhr, Gasthaus Woltmann, Insel), Cremlingen (21. Januar 2015, 19 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Gardessen, Am Sandbach 15), Oderwald (28. Januar 2015, 19 Uhr, Oderwaldhalle, Blockshorenberg 2, Börßum), Gemeinde Schladen-Werla (15. Januar 2015, 19 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus, Am Weinberg 9, Schladen) und in Wolfenbüttel (3. Dezember 2014, 19 Uhr, Lindenhalle, Halberstädter Straße 1).




Über das Logo möchte man einen Wiedererkennungswert' schaffen. Foto:


Oberziele sollen richtungsweisend sein


Basis für das Projekt sollen die vom Landkreis gesetzten Oberziele bilden. Diese sind in folgende fünf Felder aufgeteilt und sollen bei der Umsetzungen des Zukunftsprofils den Leitfaden bilden: Demographischer Wandel, der Haushalt des Landkreises, der CO2-Ausstoss wird verbessert, der Landkreis steht für gesund leben, aufwachsen und alt werden.

Im vergangenen Juni wurden bereits Experten-Interviews zu den Themenbereichen Gesundheit, Soziales, Ehrenamt, Bildung, Wissenschaft, Kultur, Arbeit, Wirtschaft, Umwelt, Energie, Klima, Sport, Freizeit, Tourismus, Verkehr und Mobilität durchgeführt. Auch die Querschnittsthemen Ehrenamt und Mobilität wurden bei allen Interviewpartner abgefragt. Dabei habe man auch darauf geachtet, dass man die junge Bevölkerung anspricht.

Visionen realistisch verwirklichen


Wichtig ist den Projekt-Koordinatoren, dass die Menschen Ideen entwickeln und Potentiale erkennen. "Wir wollen die Potentiale aus den Menschen herauskitzeln. Natürlich ist dabei wichtig, dass sie trotz allem realistisch und zukunftsfähig bleiben. Es muss finanzierbar sein und von der Politik angenommen werden", so Astrid Elisat und Heike Bartels, Geschäftsführerinnen der Agentur "just be". Man möchte weit denken, aber bodenständig bleiben. Das Ziel ist, flächendeckend die Menschen zu erreichen und zu gewinnen. Der Landkreis soll ein Profil für sich schaffen und sich über seine Stärken identifizieren. Ein Image, das ihn auszeichnet und langfristig nach vorne bringt

Wie geht es dann weiter?







Nach den Konferenzen, die Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen sein sollen, werden die Ergebnisse ausgewertet. Nun gilt es, Schwerpunkte zu setzten und Ideen zu priorisieren. Im Februar könnte das Projekt erste Formen angenommen haben. Dann würde es der Öffentlichkeit und der Politik vorgestellt werden.






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