Zwölf Anschläge der "Vulkangruppe" seit 2011 registriert

Dem Bundesinnenministerium sind derzeit zwölf "strafbare Tatkomplexe" bekannt, zu denen sich die Akteure des linksextremen Netzwerkes "Vulkangruppe" seit 2011 bekannt haben.

von


Polizei (Archiv)
Polizei (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Dem Bundesinnenministerium sind derzeit zwölf "strafbare Tatkomplexe" bekannt, zu denen sich die Akteure des linksextremen Netzwerkes "Vulkangruppe" seit 2011 bekannt haben. Das sagte ein Ministeriumssprecher dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). So habe es Brandanschläge auf Kabelschächte, Sendemasten oder Stromversorgungsleitungen gegeben.


Die Anschläge hätten "teilweise erhebliche Schäden verursacht", unter anderem Stromunterbrechungen, Funknetzausfälle und Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr. "Zahlreiche Menschen und Unternehmen waren damit bereits von den Auswirkungen der Anschläge, die `Vulkangruppen` zuzurechnen sind, betroffen", sagte der Sprecher. Typischerweise würden im Nachgang der Taten Bekennerschreiben veröffentlicht, "die die ideologischen Motive und Ziele der Gruppierungen beinhalten".

Die "Vulkangruppe" hatte sich auch zu dem Anschlag auf die Stromversorgung im Süden Berlins bekannt. Das Bundesamt für Verfassungsschutz prüft derzeit die Echtheit eines entsprechenden Bekennerschreibens. Es trägt die Überschrift "Den Herrschenden den Saft abdrehen". "In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört", hieß es in dem Schreiben. Das Gaskraftwerk in Lichterfelde sei "erfolgreich sabotiert" worden.

Die Sicherheitsbehörden hätten die linksextremistische Szene "im Visier und beobachten die Entwicklung aufmerksam", sagte der Sprecher des Innenministeriums. Zudem liefen aktuell bereits mehrere Verfahren des Generalbundesanwalts gegen "Vulkangruppen".

Themen zu diesem Artikel


Strom