Abgetrennter Wolfskopf in Leiferde: Staatsanwaltschaft ermittelt

Nachdem im April ein abgetrennter Wolfskopf vor dem NABU-Artenschutzzentrum gefunden wurde, gibt es nun Hinweise auf einen möglichen Täter.

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Symbolbild | Foto: pixabay

Leiferde. Im April wurde vor dem NABU-Artenschutzzentrum Leiferde ein abgetrennter Wolfskopf gefunden. Dieser Fund und auch ein zuvor tot aufgefundener Wolf an einem Gifhorner Parkplatz sorgte vor allem bei Wolfsfreunden für Entsetzen. Sogar eine Belohnung wurde ausgelobt für Hinweise, die zum Täter führen. Und offenbar gibt es nun einen Verdächtigen.



15.000 Euro will der Verein Wolfsschutz-Deutschland an denjenigen zahlen, der Hinweise geben kann, wer die Wölfe in Gifhorn getötet und einen auf groteske Weise vor dem Artenschutzzentrum abgelegt hat. Ob am Ende diese Belohnung dazu geführt hat, dass es tatsächlich einen Hinweis gegeben hat, ist unklar. Fest steht jedoch, dass die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen eine männliche Person führt, sagt Erster Staatsanwalt und Pressesprecher Stefan Rusch auf Nachfrage von regionalHeute.de.

Ermittlungen ganz am Anfang


Demnach sei bei der Polizei eine Strafanzeige gegen diese Person erstattet worden. In solchen Fällen sei die Staatsanwaltschaft verpflichtet, die angezeigte Person als Beschuldigten zu führen. Das Verfahren sei jedoch gerade erst eingegangen, sodass die zuständige Dezernentin nun entscheiden muss, ob die in der Anzeige geschilderten Verdachtsmomente überhaupt ausreichend für weitere strafprozessuale Maßnahmen sind, erklärt Rusch. Ob die beiden Vorfälle generell in Verbindung zueinander stehen, könne zur Zeit nicht gesagt werden.

Tote Wölfe in Gifhorn waren Mutter und Tochter


Untersuchungen der beiden Tiere am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ergaben, dass es sich um Wölfe aus demselben Rudel handelt. Sie stammen aus dem Rudel Ringelah und waren Mutter und Tochter.


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