Sonderausstellung: Hoffmann von Fallersleben und die Brüder Grimm

12. Januar 2018
Museumsmitarbeiterin Christina Dykan Andrés begleitet mit dem Museumsteam durch den Abend um Hoffmann von Fallersleben und die Brüder Grimm. Foto: Hoffmann-Museum/Peter Riewaldt
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Wolfsburg. Im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum ist noch bis Ende Januar die Sonderausstellung "Hoffmann und die Brüder Grimm. Freundschaft in bewegten Zeiten" zu sehen.

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Auf einem Rundgang durch die Ausstellung am kommenden Donnerstag, 18. Januar, um 19.30 Uhr stellt das Museumsteam die Beziehung zwischen den drei wichtigen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts aus verschiedenen Perspektiven unterhaltsam vor.

Dabei werden Museumsleiterin Bettina Greffrath und ihre Mitarbeiterinnen Alina Exner, Christina Dykan Andrés, Elke Schulz, Nicole Trnka sowie Gundula Zahr auch Anekdoten aus dem Leben dieses Trios erzählen, aus dem Briefwechsel vor allem zwischen Jacob Grimm und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben vorlesen, deren Freundschaft sowie die gesellschaftlichen Ereignisse der damaligen Zeit kommentierende Gedichte vortragen und Lieder singen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, vorab wird um Anmeldung unter Telefon 05362-52623 oder per Mail: hoffmann-museum@stadt.wolfsburg.de gebeten.

Dass Hoffmann von Fallersleben Germanist wurde, verdankte er Jacob Grimm. Erstmals traf er als zwanzigjähriger Student die Brüder Grimm in Kassel und hier war es Jacob, der ihn fragte: „Liegt Ihnen Ihr Vaterland nicht näher?“. Diese Worte wirkten inspirierend und Hoffmann wurde ein leidenschaftlicher Germanist. Beinahe zwanzig Jahre später waren es abermals die Brüder Grimm und die Ereignisse um die „Göttinger Sieben“, die Hoffmann nachhaltig zu seiner politischen Lyrik inspirierten. Voller Wut schrieb er in Reaktion auf die Entlassung der sieben Professoren und die Ausweisung unter anderem Jacob Grimms aus dem Königreich Hannover durch den Monarchen Ernst August das Gedicht „Knüppel aus dem Sack“. In den vier Strophen nahm Hoffmann deutlich Bezug zum Märchen „Tischlein deck‘ dich“ aus der Grimm’schen Märchensammlung. Auch gehörte der in Fallersleben geborene Sprachwissenschaftler, Dichter und singende Freiheitskämpfer dem Team um Jacob und Wilhelm Grimm an, das mit dem „Deutschen Wörterbuch“ ein Standardwerk der unserer Kultur erarbeitete. Das Beispiel dieser Verbindung und deren Entwicklung bis zum Bruch gibt zugleich vielfältige Einblicke in den Alltag, die Bildungs- und Kultursituation und das gesellschaftspolitische Leben in jener Epoche.

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