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21-Jähriger täuscht Straftat vor: Gegen seine zwei Mitbewohner bestanden Haftbefehle

Der Polizei gelang ein Ermittlungserfolg. Sie konnten schnell feststellen, dass der 21-Jährige die Geschichte von einem Überfall nur erfunden hatte.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Alexander Panknin

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27.07.2020

Wolfsburg. Am vergangenen Dienstag erschien ein 21 Jahre alter Wolfsburger gegen 22:50 Uhr auf der Polizeiwache und erklärte den Beamten, dass er am Nachmittag gegen 16:00 Uhr in einer Unterführung an der Schulenburgallee von drei unbekannten überfallen und beraubt wurde. In den darauffolgenden Tagen verstrickte sich das angebliche Opfer immer mehr in Widersprüche. Die Ermittler stellten im Folgenden skeptische Nachfragen zum Überfall. Schließlich erzählte der 21-Jährige den Kommissaren, dass die Raubgeschichte nur erfunden war. Ferner teilte er den Beamten mit, dass er an seiner Wohnanschrift in der Nordstadt mit drei Personen leben würde, von denen einer per Haftbefehl gesucht würde. Die Beamten konnten an der Adresse des 21-Jährigen tatsächlich zwei junge Männer antreffen, die eine Strafe abzusitzen hatten. Dies berichtet die Polizei.



Noch während der 21-Jährige erzählte, machten sich mehrere Beamte auf den Weg, um seine Aussage zu überprüfen und tatsächlich trafen die Ermittler in der Wohnung eine Frau und zwei Männer an, von denen ein 29 Jahre alter Osteuropäer mit einem europäischen Haftbefehl über 1 Jahr und 11 Monate Freiheitsstrafe gesucht wurde, sowie ein 20 Jahre alter Osteuropäer, der ebenfalls eine Reststrafe von 13 Tagen absitzen musste.

Gegen die 21 Jahre alte ebenfalls polizeilich bekannte Frau lag kein aktueller Haftbefehl vor.

Die beiden Männer wurden in die Hände der Justiz übergeben. Gegen den 21-Jährigen, der ursprünglich mit seiner Raubgeschichte die ganze Sache ins Rollen gebracht hatte, werden jetzt diverse Verfahren unter anderem wegen Vortäuschen einer Straftat eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.


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