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21-Jähriger zum FDP Bundestagskandidaten für Wolfenbüttel gewählt



Wolfenbüttel

21-Jähriger zum FDP Bundestagskandidaten für Wolfenbüttel gewählt

Max Weitemeier konnte die FDP im Wahlkreis 49 von sich überzeugen.

Max Weitemeier (Mitte) mit den Kreisverbandsvorsitzenden von Salzgitter und Wolfenbüttel, Ralf Ludwig (links) und Björn Försterling, die ihm zu seiner Wahl gratulierten.
Max Weitemeier (Mitte) mit den Kreisverbandsvorsitzenden von Salzgitter und Wolfenbüttel, Ralf Ludwig (links) und Björn Försterling, die ihm zu seiner Wahl gratulierten. Foto: FDP

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Wolfenbüttel. Max Weitemeier will für die FDP in den Bundestag – und die FDP im Wahlkreis 49 hat den 21-Jährigen mit großer Mehrheit zu ihrem Kandidaten gekürt. Bei der Wahlkreismitgliederversammlung am vergangenen Montag in der Lindenhalle wurde der Student mit 21 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen gewählt. Hierüber informiert der FDP-Kreisverband Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung.



Weitemeier, der Jura und Wirtschaftsrecht studiert, ist in Sickte aufgewachsen. In seiner Vorstellungsrede berichtete er von seinem ersten Kontakt mit Politik – in Form eines Planspiels im Bundestag, da war er 16. „Da habe ich zum ersten Mal erlebt, wie es ist, mitzugestalten“, erzählte er. Er wolle „nicht zugucken und meckern, sondern mitmachen und mitbestimmen“. Nach etwas Recherche habe er die Freien Demokraten für sich entdeckt und schnell zu aktivem Engagement gefunden: als Bürgervertreter im Sickter Gemeinderat, bei den Jungen Liberalen bald auch als Kreisvorsitzender, seit 2020 als stellvertretender Landesvorsitzender für Programmatik bei den niedersächsischen JuLis.

Junge Menschen für Politik begeistern


Nun hat Weitemeier Lust auf Wahlkampf. Wie das geht, hat er bereits 2019 als Europakandidat erfahren. „Ich will wieder mit jungen Menschen in Kontakt kommen und sie für Politik begeistern“, sagte er. Die FDP mit ihrem liberalen Wirtschaftsverstand werde aktuell gebraucht, in Zeiten, in denen die Schuldenbremse abgeschafft werden solle. Auch das Thema sozialer Aufstieg liege ihm am Herzen: Menschen sollten das schaffen können, was sie tun möchten. Insgesamt sei für ihn das Thema des Jahres, wie man an der Krise wachsen könne.

Der Wolfenbütteler Kreisvorsitzende Björn Försterling nutzte den Abend, um einen Rückblick auf die bisherige Pandemiepolitik und Vorschläge für das weitere Vorgehen loszuwerden. Er kritisierte das Chaos um die Vergabe von Impfterminen, dass die Landesregierung in vielen Punkten zu träge agiere und Schnelltests für Pflegeheime noch immer nicht überall Standard seien. Er forderte zudem drei weitere Indikatoren für Lockerungen, neben dem R-Wert und der Inzidenz: Auch der Impffortschritt, die Schwere der Verläufe – und damit die Auslastung der Kliniken – sowie die Verteilung in den unterschiedlichen Altersgruppen müssten der Politik Leitfäden sein. Försterling erneuerte die Kritik an Gesundheitsministerin Reimann, die als Verantwortliche für das Impf-Chaos über einen Rücktritt nachdenken solle.


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