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Gifhorn: 260 Hektar Eichenbestand gegen Eichenprozessionsspinner behandelt



Gifhorn

260 Hektar Eichenbestand gegen Eichenprozessionsspinner behandelt

Besonders die Wetterlage ist für die Befliegung entscheidend. Am gestrigen Mittwoch habe alles gestimmt.

Landrat Dr. Andreas Ebel und Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann dankten der Feuerwehr für den Einsatz bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.
Landrat Dr. Andreas Ebel und Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann dankten der Feuerwehr für den Einsatz bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Foto: Thomas Stödter

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Gifhorn. Nach der Berichterstattung von regionalHeute.de zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft zieht der Landkreis Gifhorn am heutigen Donnerstag in einer Pressemitteilung eine positive Bilanz. Die Aktion sei demnach erfolgreich verlaufen. Weitere Befliegungen werden nicht notwendig sein. Insgesamt wurde eine Fläche von 260 Hektar an Eichenbestand mit dem Biozid gegen die gefährliche Raupe behandelt.



Nachdem aufgrund schlechter Wetterprognosen die Bekämpfungsmaßnahmen zunächst um einen Tag verschoben wurden, konnten sie am gestrigen Mittwoch abgeschlossen werden. Die Maßnahmen mit dem Biozid bacillus thuringiensis waren bereits im Vorhinein an eine bestimmte Wetterlage gekoppelt. Entscheidend seien dafür unter anderem die Temperatur, Windgeschwindigkeiten und vor allem die Regenwahrscheinlichkeit. Diese Wetterbedingungen sind entscheidend, da der Wirkstoff eine Trockenphase benötige, um von den Eichenprozessionsspinnern aufgenommen zu werden. Der Mittwoch galt dabei als der Tag mit den geeignetsten prognostizierten Wetterbedingungen.

260 Hektar Eichenbestand behandelt


Über den Tag verteilt gelang es, die Fläche von 260 Hektar Eichenbestand zu behandeln. Hierzu wurden die Bäume per Hubschrauber mit dem biologischen Wirkstoff besprüht. Der Startpunkt für diese Maßnahme ist seit 2019 der Sportplatz Rühen. Von hier aus verteilte der Hubschrauber das Bekämpfungsmittel in 14 Flügen über der betroffenen Fläche. Vor Ort waren Landrat Dr. Andreas Ebel, Antje Präger, Fachbereichsleiterin Umwelt beim Landkreis Gifhorn und Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. Der Landrat betont: „Die Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner hat einen hohen Stellenwert als Maßnahme des Gesundheitsschutzes. Die Gesundheit und der Schutz der Bevölkerung liegen mir am Herzen. Die Natur des Landkreises soll ohne Sorge vor allergischen Reaktionen auf die Brennhaare der Raupe genossen werden können.“


Neben der Behandlung der Eichen aus der Luft, werden befallene Bäume auch vom Boden aus mit dem Biozid behandelt oder die Raupen werden zu einem späteren Entwicklungszeitpunkt abgesaugt. Diese Art der Bekämpfungsmaßnahmen werden auch innerhalb der nächsten zwei Wochen direkt durch Gemeinden und Samtgemeinden als örtliche Ordnungsbehörden fortgeführt

Bromes Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann berichtete, dass die Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung weiter steigt und sich durch die Routine aus den Vorjahren gewisse Abläufe, beispielsweise das kurzzeitige Sperren einzelner Straßenabschnitte für den Verkehr eingespielt hätten. Abschließend bedankte sich Landrat Dr. Andreas Ebel bei allen ehrenamtlichen Helfern der Ortsfeuerwehr und für das Verständnis innerhalb der Bevölkerung.


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