Braunschweig

30. Filmfestival ehrt Filmkomponisten mit neuem Preis


Symbolbild Foto: Sina Rühland
Symbolbild Foto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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13.10.2016

Braunschweig. Der Filmkomponist Patrick Doyle ist der erste Preisträger des „Weißen Löwen“ des Filmfestivals Braunschweig. In seinem Jubiläumsjahr vergibt das Festival vergibt den neuen Preis für das Lebenswerk eines bedeutenden zeitgenössischen Filmkomponisten.


Dem schottischen Komponisten widmet das Festival zusätzlich die Retrospektive der Reihe „Musik & Film“ mit acht seiner Filme aus den Jahren 1989 bis 2015.

Darüber hinaus präsentiert Doyle die deutsche Erstaufführung des Stummfilmkonzerts „It – Das gewisse Etwas“. Die Liebeskomödie von Regisseur Clarence Badger aus dem Jahre 1927 machte nicht nur Hauptdarstellerin Clara Bow zu einem gefeierten Leinwandstar, sie etablierte zugleich den Begriff des „It-Girls“ – des Mädchens, das das gewisse Etwas besitzt. Die Aufführung findet statt am 10. November um 21.00 Uhr in den Braunschweiger Schloss-Arkaden.
Es spielt das Staatsorchester Braunschweig unter Leitung des britischen Dirigenten James Shearman.

Patrick Doyle ist klassisch ausgebildeter Komponist. 1975 schloss er sein Studium an der Royal Scottish Academy of Music ab. Doyle komponierte viele Jahre für Theater, Radio und Fernsehen. 1987 trat er der Renaissance Theatre Company von Sir Kenneth Branagh bei, der ihn mit der Musik für seine Verfilmung von Shakespeares „Henry V.“ betraute. Seitdem haben die beiden bei weiteren Shakespeare-Verfilmungen wie „Much Ado About Nothing“, „Hamlet“ und „As you like it“ zusammen gearbeitet.

Patrick Doyle war jeweils zweimal für den Oscar für die Beste Filmmusik, den Golden Globe sowie den César nominiert und wurde mit dem Lifetime Achievement Award der World Soundtrack Awards ausgezeichnet. Er schrieb die Musik für rund 40 große Produktionen, darunter „Thor“ (2014), „Harry Potter and the Goblet of Fire“

(2005), „Bridget Jones's Diary“ (2001) und „Donnie Brasco“ (1997).

Das Filmfestival zeigt acht seiner Filme aus den Jahren 1989 bis 2015: den Animationsfilm „Brave“ (2012), den Mafiafilm „Carlito‘s Way“ mit Al Pacino (1993), Disneys „Cinderella“ (2015), die beiden Kollaborationen mit Kenneth Branagh „Henry V“(1989) und „Much ado about nothing“ (1993), den Science Fiction Film „Rise of the

Planet of the Apes“ (2011) und die Austen Verfilmung „Sense and Sensibility“ (1995).

Am Samstag, 12. November präsentiert das Festival Patrick Doyle im Filmgespräch mit seinem Komponisten-Kollegen und Oscar-Nominee Gary Yershon. Yershon schreibt Musik für Theaterhäuser weltweit, aber auch für Radio, Fernsehen und Film und war 2015 für seinen Score zu „Mr. Turner – Meister des Lichts“ für die Beste Filmmusik nominiert.


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