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324 Unterschriften für den Verbleib von Asif Mahamood

Die Petition wurde an die Stadt Salzgitter übergeben. Auf die Entscheidung der Härtefallkommission hat die Stadt aber kaum Einfluss.

von Alexander Dontscheff


Petra Viertel-Frees übergibt die Petition, die sich für den Verbleib von Asif Mahamood (re.) ausspricht, an den Ersten Stadtrat Eric Neiseke.
Petra Viertel-Frees übergibt die Petition, die sich für den Verbleib von Asif Mahamood (re.) ausspricht, an den Ersten Stadtrat Eric Neiseke. Foto: Rudolf Karliczek

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13.08.2020

Salzgitter. Asif Mahamood lebt seit 2015 in Salzgitter. Doch sein Asylantrag wurde abgelehnt. Nun droht die Abschiebung. Seine Nachbarin Petra Viertel-Frees will dies verhindern und hatte eine Online-Petition gestartet (regionalHeute.de berichtete). Die 324 Unterschriften wurden nun an den Ersten Stadtrat der Stadt Salzgitter, Eric Neiseke, übergeben.



"Ich kenne Asif schon seit einigen Jahren. Wir haben mal zusammen gearbeitet, jetzt sind wir Nachbarn", berichtet Petra Viertel-Frees. Im Vorbeigehen habe er ihr erzählt, dass er abgeschoben werden soll. Sie habe sich Gedanken gemacht, wie man das verhindern könne und sei dabei auf die Möglichkeit einer Petition gestoßen. In drei Wochen habe sie 324 Unterschriften gesammelt. Diese wurden der Härtefallkommission übermittelt und nun auch offiziell der Stadt Salzgitter übergeben. Die Initiatorin hofft, dass die Stadt die Abschiebung noch verhindern könne.

"Einfach ein toller Mensch"


Asif Mahamood sei sehr gut integriert, habe eine Arbeit und spreche sehr gut Deutsch. Zudem sei er sehr an der deutschen Kultur und seinen Mitmenschen interessiert. "Asif ist einfach ein toller Mensch. Auch die anderen Nachbarn sind todtraurig, dass er abgeschoben werden soll", berichtet Viertel-Frees.

Bereits in einem vorherigen Gespräch mit regionalHeute.de berichtete Mahamood, dass er aus Pakistan geflohen sei, da er dort aufgrund einer Familienfehde mit dem Tode bedroht werde und auch schon Opfer eines Angriffs geworden sei, den er nur mit Glück überlebt habe. Er wolle in Deutschland bleiben, da er hier frei und ohne Angst leben könne.

Stadt kann eine positive Prognose abgeben


"Die Unterschriftenliste zeigt, dass der Betroffene integriert ist und dass er Unterstützer hat, die das genauso sehen", erklärt Martin Rychlak, Fachgebietsleiter Bürgerservice bei der Stadt Salzgitter. Von daher sei dies ein Instrument, das Asif Mahamood durchaus weiterhelfen könnte. Die Chancen wolle er allerdings nicht beurteilen. Die Stadt Salzgitter sei nicht Teil der Härtefallkommission. Sie könne lediglich eine positive Prognose abgeben. Diese sei aber nicht von entscheidender Relevanz.

Petra Viertel-Frees will jedenfalls nicht aufgeben, sollte auch die Härtefallkommission eine negative Entscheidung fällen. "Ich würde da nicht locker lassen und mir noch viel mehr einfallen lassen", kündigt die Nachbarin an. Sie habe sich diesbezüglich bereits informiert und hoffe Asif Mahamood dann helfen zu können.


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