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35.000 neue Bäume für die zerstörten Wurmberg-Wälder


Bergwaldprojekt e.V. und Landesforsten setzen auf naturnahen Harzwald. Foto: Bergwaldprojekt e.V.

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11.12.2019

Braunlage. Nach den beiden Dürrejahren 2018 und 2019 werden in Deutschland fast 300.000 Hektar Wald infolge der langanhaltenden Trockenheit absterben. Die Ursachen sind menschengemacht. Besonders betroffen ist auch der Wurmberg bei Braunlage, der höchste Berg in Niedersachsen. Dort wollen Freiwillige im Frühjahr rund 35.000 neue Bäume pflanzen. Das berichten die Niedersächsischen Landesforsten in einer Pressemitteilung.


Das Bergwaldprojekt richtet dazu vom 12. April bis 2. Mai 2020 vor Ort ein Pflanzcamp ein. Das Niedersächsische Forstamt Lauterberg sucht noch weitere Pflanzerinnen und Pflanzer die mithelfen, die 80 Hektar zerstörten Wald am Wurmberg wieder aufzubauen. Harzer Forstleute wollen gemeinsam mit 250 Freiwilligen vom Bergwaldprojekt junge Weißtannen, Bergahorne, Schwarzerlen und andere naturnahe Baumarten auf den Kahlflächen aufforsten.

Die Klimakrise habe uns längst erreicht. 300.000 Hektar Wald würden in Deutschland in Folge der Dürrejahre 2018 und 2019 absterben. Nadelholzreinbestände, die mehr als die Hälfte der deutschen Wälder ausmachen, seien am stärksten gefährdet. Das Bergwaldprojekt engagiert sich seit 30 Jahren für den naturnahen Waldumbau von labilen Nadelholzforsten hin zu klimastabilen Mischwäldern mit der Pflanzung und dem Schutz von standortheimischen Baumarten, um die unverzichtbaren Schutzfunktionen unserer Wälder für Trinkwasser, Klima, saubere Luft, Artenvielfalt etc. zu erhalten.

Anmeldung ab heute möglich


Anmeldungen zum Camp sind ab dem heutigen Mittwoch um 12 Uhr unter www.bergwaldprojekt.de möglich – dann werden auch die anderen Termine für die Freiwilligenwochen des Bergwaldprojekts 2020 veröffentlicht. Für die Pflanzung der Bäume sammelt der Verein noch bis zum 19. Dezember um 16 Uhr Spendengelder. Als Dank erhält man ein personifiziertes Zertifikat, das auch als Geschenk möglich ist.

Peter Naumann, Förster und Pressesprecher Bergwaldprojekt e.V., zur Aktion: „Die beiden hinter uns liegenden Jahre haben deutschlandweit gezeigt, welche Auswirkungen der Klimawandel bereits auf unsere Umwelt, Tiere und Menschen hat – die Zeit drängt. Wir freuen uns deswegen besonders, mit vielen Helferinnen und Helfern im kommenden Jahr weiterhin einen aktiven Einsatz für den Erhalt des heimischen Waldes gerade am viel besuchten Wurmberg im Harz zu leisten.“


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