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5,8 Einschläge pro Quadratkilometer: Wolfsburg ist Blitzhauptstadt Deutschlands



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5,8 Einschläge pro Quadratkilometer: Wolfsburg ist Blitzhauptstadt Deutschlands

Auch der Landkreis Helmstedt liegt laut Daten des Blitz-Informationsdienstes bundesweit relativ weit vorne. Den regional niedrigsten Wert hat der Landkreis Wolfenbüttel.

von Alexander Dontscheff


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Symbolbild Foto: aktuell24

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Region. Die Stadt Wolfsburg ist Blitzhauptstadt Deutschlands 2020. Der Blitz-Informationsdienst von Siemens (BLIDS) registrierte dort im vergangenen Jahr knapp 5,8 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer. Insgesamt waren es 1.195. An zweiter und dritter Stelle folgen Kempten im Allgäu mit 5,1 Erdblitzen pro Quadratkilometer und das oberbayerische Miesbach mit 4,7. Das teilt der BLIDS in einer Pressemitteilung mit.



In absoluten Zahlen gab es mit 3.441 im Landkreis Gifhorn in unserer Region die meisten Blitze. Im Verhältnis zur Fläche macht dies aber nur einen Wert von 2,20 aus, was deutschlandweit den 45. Platz bedeutet. Deutlich davor, auf Platz 18, liegt der Landkreis Helmstedt mit 2.183 Blitzen und einem Wert von 3,23. Knapp hinter Gifhorn liegt der Landkreis Peine auf Platz 49. 1.138 Blitze ergeben hier einen Wert von 2,12.

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Auch noch über dem niedersächsischen Durchschnitt von 1,4 liegt der Landkreis Goslar auf Platz 92 mit einem Wert von 1,45 (1.402 Blitze). Knapp darunter mit einem Wert von 1,32 und 254 Blitzen bewegt sich die Stadt Braunschweig auf Platz 100. Unter dem Bundesschnitt von 1,1 liegen nur die Stadt Salzgitter auf Platz 133 mit 245 Blitzen (1,09) und der Landkreis Wolfenbüttel auf Platz 183 mit 425 Blitzen (0,83).

Die geringste Blitzdichte ermittelte der Siemens-Blitzdienst in den bayerischen Städte Coburg und Bamberg mit jeweils deutlich unter 0,1 sowie in der rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz mit knapp 0,1 Blitzereignissen pro Quadratkilometer.

Anstieg der Blitzereignisse


Insgesamt vermerkte BLIDS mit 399.000 Einschlägen wieder einen Anstieg der Blitzereignisse, rund 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Bemerkenswert beim Blitzgeschehen 2020 war, dass die Gewitterfronten vor allem in Nord- und Süddeutschland stattfanden und die Mitte Deutschlands geradezu ausklammerten“, sagt Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens. „Dass die Spitzenreiter zunehmend im Norden zu finden sind, ist eine Entwicklung, die wir erst in den letzten Jahren beobachten.“ Insgesamt gab es 2020 in Deutschland elf Tage mit mehr als 10.000 Einschlägen, so Thern. „Im Falle Wolfsburg waren es nur drei Gewitter, um diese hohe Blitzdichte auszuweisen“, sagt der Experte.

Die Haupt-Gewittertätigkeit lag 2020 in den Monaten Juni und August. Der blitzreichste Tag war der 13. Juni 2020 mit gemessenen 89.517 Einschlägen. Dabei waren insbesondere die Bundesländer Niedersachsen, Brandenburg, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern, betroffen. Die meisten gemessenen Erdblitze in einem Bundesland an einem Tag – über 27.000 – verzeichnete BLIDS am 13. Juni in Niedersachsen, danach Bayern mit 17.000, ebenfalls 13. Juni 2020.


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